„Bari“ macht das Rennen

+
Zwei Sitzungen benötigte der Ausschuss für seine Entscheidung. Dann votierte er einstimmig für die Stahlkübel, die hier im Vordergrund zu sehen sind.

Verden - Es ist vollbracht, Modell „Bari“ machte im Ausschuss für Straßen und Stadtgrün das Rennen vor seinen hölzernen Konkurrenten.

Nach langem Ringen, dann aber einstimmig entschied sich das Gremium dafür, dass künftig anthrazitfarbene Pflanzkübel aus Stahl den Eingang der Tourist-Information flankieren beziehungsweise den Rathausvorplatz schmücken sollen.

Bis zur Einweihung der umgestalteten Fläche am Sonnabend, 3. Mai, ab 14 Uhr, werden die Gefäße allerdings noch nicht da sein. Und auch die schadhaften, fleckigen Platten sind dann noch nicht ausgetauscht. Damit, so Fachbereichsleiterin Bettina Hesse, werde nach der Domweih begonnen.

„Wir machen das sukzessive“, beschrieb Hesse die Vorgehensweise. Um die Geschäfte nicht zu stören, würden immer nur wenige Platten aufgenommen werden. Gestartet wird an der Westseite des Platzes. Inklusive dem Bestellen neuer Platten sind knapp drei Monate für den Austausch veranschlagt.

Mit einer Gegenstimme votierte der Ausschuss am Mittwoch für die Fortführung des Förderprogramms ortsbildprägender Bäume bis einschließlich 2016. Seit 2011 können Bürger einen Zuschuss von 75 Prozent an den Kosten zur Baumpflege beantragen. Im Gegenzug verpflichten sich die Eigentümer dazu, die Bäume für mindestens sieben Jahre zu erhalten.

15 000 Euro sind dafür jedes Jahr im städtischen Haushalt eingesetzt gewesen. Eine Summe, die in der Regel auch ausgeschöpft worden sei, erklärte Bernd Kiefer als städtischer Baumschutzbeauftragter und nannte Zahlen: Insgesamt habe sich die Stadt in den vergangenen drei Jahren am Schnitt von 145 alte, ortsbildprägenden Bäumen, hauptsächliche Eichen, beteiligt.

Einiges mehr an Statistik präsentierte Olaf Böhling dem Ausschuss. Er ist für die Straßenbeleuchtung in der Stadt Verden zuständig und somit „Herr über 4430 Leuchten“. Übers Jahr gesehen verbrauchen sie 644 000 Kilowattstunden Strom und stoßen 390 Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) aus (Stand 2013).

Beide Werte liegen weit unter denen von 1990, und das, obwohl die Zahl der Leuchten in diesem Zeitraum um 1 600 gestiegen ist. Die Stromkosten sind allerdings stabil geblieben. Sie lagen 2013 bei rund 133 000 Euro, und Olaf Böhling machte dem Ausschuss auch wenig Hoffnung, dass sie in Zukunft geringer werden. Der sukzessive Austausch, weg von der 150-Watt-Glühlampe und der 23-Watt-Energiesparlampe hin zu LEDs mit 16 Watt dient dann auch eher der weiteren Kostenstabilisierung und der weiteren Senkung des CO2-Ausstoßes.

Etwa 30 Prozent der Leuchten in Verden seien bislang umgerüstet, so Böhling. Als nächstes sein ein Austausch der Leuchtmittel entlang der Carl-Hesse-Straße, des Lüneburger Wegs und des Stadtwalds vorgesehen. Auch Hönisch und die Walsroder Straße sollen noch in diesem Jahr helleres LED-Licht erhalten.

Die Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 40 Prozent, die sich die Stadt Verden bis 2020 vorgenommen hat, erachtete der Experte jedoch als nicht wahrscheinlich. Aus einem einfachen Grund: „Die Stadt wächst.“ · kp

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Rauwollige Pommersche Landschafe in Barnstedt 

Rauwollige Pommersche Landschafe in Barnstedt 

Vier Tote bei Unfall mit acht Autos auf A81

Vier Tote bei Unfall mit acht Autos auf A81

„Rock das Ding“-Festival 2018 in Balge

„Rock das Ding“-Festival 2018 in Balge

Hundefotograf Christian Vieler übergibt „Schnapp-Bilder“ in Verden

Hundefotograf Christian Vieler übergibt „Schnapp-Bilder“ in Verden

Meistgelesene Artikel

Aldi auf dem Deichbrand - Mega-Discounter vertraut auf Paletten-Charme

Aldi auf dem Deichbrand - Mega-Discounter vertraut auf Paletten-Charme

Bieryoga beim Deichbrand 2018: Wie das Bier in euch strömt

Bieryoga beim Deichbrand 2018: Wie das Bier in euch strömt

Der Freitag beim Deichbrand Festival: Glückssteine und Bieryoga

Der Freitag beim Deichbrand Festival: Glückssteine und Bieryoga

Hier kannst du das Deichbrand Festival im Livestream verfolgen

Hier kannst du das Deichbrand Festival im Livestream verfolgen

Kommentare