Kampagne setzt sich für Zivilcourage auf dem Bremer Freimarkt ein

Ein deutliches Signal

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Norbert Kuntze von der Initiative „Tu was! Zeig Zivilcourage!“ (l.) und Jens Körber von der Bremer Polizei halten ein Banner mit den sechs Regeln zum Thema Zivilcourage. ·

Bremen - Von Nina Seegers. Sechs einfache Regeln zum Thema Zivilcourage schmücken derzeit Aufkleber, Plakate und Banner auf dem Freimarkt und am Bremer Hauptbahnhof. Organisiert hat das die Bremer Initiative „Tu was! Zeig Zivilcourage!“ gemeinsam mit der Bremer Straßenbahn AG (BSAG), der Bremer Polizei, der Bundespolizei und dem Schaustellerverband.

Rund vier Millionen Menschen besuchen jährlich den Bremer Freimarkt, eines der größten Volksfeste Norddeutschlands. „Diese Gelegenheit wollen wir nutzen, um möglichst viele Menschen zu erreichen und ein deutliches Signal zu setzen“, erklärte Norbert Kuntze von der Initiative „Tu was! Zeig Zivilcourage!“ gestern Vormittag auf der Bremer Bürgerweide. Die sechs Regeln sind kurz und knackig formuliert, damit man sie sich leicht merken kann: „Beobachte genau, hol Hilfe, halte Abstand, suche Mitstreiter, kümmere dich um das Opfer, sei Zeuge“, heißt es. Ziel dieser Aktion ist es, Menschen jeden Alters nachhaltig zu sensibilisieren sowie ihnen praktische Regeln und Verhaltensweisen mit auf den Weg zu geben, sagte Kuntze. „Es geht in erster Linie darum, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.“

Gerade auf dem Freimarkt gibt es viele Situationen, in denen Zivilcourage gefragt ist. Denn da, wo viele Menschen auf einmal unterwegs sind und viel Alkohol konsumiert wird, kommt es auch immer wieder zu Taschendiebstählen und zu körperlichen Auseinandersetzungen unter Betrunkenen.

Ulrich Koenig, Leiter des Präventionszentrums der Bremer Polizei, betonte gestern, wie wichtig es sei, sich mit dem Thema Zivilcourage präventiv auseinanderzusetzen – nicht erst dann, wenn Schicksale wie die von Dominik Brunner die Nation bewegen.

Auch wenn man bislang nicht beurteilen kann, inwieweit die Kampagne von den Freimarktsbesuchern verinnerlicht wird, verzeichnet die Internetseite der Initiative seit der Eröffnung des Volkfestes bereits einen zunehmenden Besucherandrang, weiß Kuntze. Denn ein sogenannter QR-Code auf den Aufklebern führt Interessierte direkt per Smartphone auf die  Homepage.

Das Netztwerk rund um das Thema Zivilcourage hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2011 stetig vergrößert. Bereits 50 Fahrzeuge der Bremer Polizei und 14 Fahrzeuge der Bundespolizei sind mit Aufklebern geschmückt, auf denen die sechs Regeln stehen. Und auch in sämtlichen 350 Bahnen und Bussen der BSAG werden die Fahrgäste die Kurzanleitung bald vorfinden. „Das Thema soll in den Köpfen der Menschen ankommen und dort bleiben. Diese Kampagne ist nur der Anfang einer Bewegung“, sagte BSAG-Pressesprecher Jens-Christian Meyer.

http://www.zeig-courage.de

//www.kreiszeitung.de/freimarkt

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