Polizei: Deichbrand-Festival verlief friedlich

Wanhöden (LK Cuxhaven) - Laut Auskunft der Polizei blieb auch das 8. Deichbrand-Festival polizeilich unauffällig.

Bislang wurden seit der Anreise am Donnerstag im Verlauf des Festivals, das mit der Abreise der letzten Besucherinnen und Besucher am heutigen Montag endete, polizeilich insgesamt etwa 40 "festivaltypische Delikte" bekannt.

So wurden beispielsweise rund 20 Strafanzeigen wegen Diebstahls vom Wohnmobilisten-Gelände gefertigt, drei Anzeigen wegen Sachbeschädigung und vier Körperverletzungen angezeigt.

Sechs Anzeigen wurden wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gefertigt, darunter zwei wegen Fahrens unter dem Einfluss berauschender Mittel.

Ein 23-jähriger Besucher wurde Freitagabend nach einer Schlägerei in Polizeigewahrsam genommen, weil er dem Platzverweis des Veranstalters nicht nachkommen wollte und sich weiter aggressiv verhielt.

Sonntagfrüh gegen 3 Uhr hat die Feuerwehr das Festzelt nach Feststellung von Gasgeruch geräumt. Gegen 3:25 Uhr gaben die Einsatzkräfte bereits Entwarnung, nachdem sie eine undichte Gasflasche im Zelt entdeckt und geschlossen haben. Eine Person hatte sich durch das Einatmen des Gases leicht verletzt.

Samstagmittag verletzte sich ein 43-jähriger Festivalbesucher beim unsachgemäßen Umgang mit einer Campinggaskartusche. Auch sein 13-jähriger Sohn sowie dessen 15-jähriger Freund erlitten nach Polizeikenntnis Verletzungen. Der 43-Jährige wird derzeit noch in einer Klinik behandelt.

Sonntagnachmittag erlitt ein 18-jähriger Festivalbesucher aus Langen schwere Verbrennungen, als er Spiritus auf einen brennenden Grill sprühte. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen.

Die Bewohner der Gemeinde Wanhöden stehen dem Festival seit Jahren offen gegenüber. Die zeitweiligen Verkehrsbehinderungen, die zahlreichen Besucher im Ort und die Lautstärke der Musikdarbietungen der Bands wurden überwiegend toleriert.

"Bei einer mehrtägigen Veranstaltung dieser Größenordnung kann man sagen, dass es ein friedliches und polizeilich unauffälliges Ereignis gewesen ist. Ein Ergebnis, das sicherlich der guten Vorbereitung der Genehmigungsbehörden und Polizei im Zusammenwirken mit dem Veranstalter geschuldet ist, die allesamt großen Wert auf Sicherheit und Jugendschutz gelegt haben", bilanziert eine Sprecherin der Polizei.

Rubriklistenbild: © dpa

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