Werfen, rennen, trinken

Mindestens eine Partie Flunkyball ist Pflicht

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Gut gelaunte und hoch motivierte Spieler und bestes Sommerwetter - die perfekte Mischung für den ersten Wettkampftag bei der Flunkyball-Meisterschaft auf dem Deichbrand Festival bei Cuxhaven.

Cuxhaven – Von Carolin Drees. Es ist Freitagmittag, 12.30 Uhr: Auf einer Wiese in Nordholz sind mit Kreidespray zwei Rechtecke markiert worden. Auf jeder kurzen Linie stehen sechs Bierdosen, in der Mitte des Feldes eine Flasche. Der Rasen ist ein bisschen hoch, doch das stört die Teilnehmer der ersten Flunkyball-Meisterschaft beim Deichbrand-Festival nicht. Sie wollen nur eins: So schnell es geht ihr Bier leeren und damit den Sieg und vielleicht sogar ein paar neue Freundschaften mit nach Hause nehmen.

Melina Brümmer stand am Freitag noch selbst als Spielerin auf dem Feld: „Ein Team hatte nur fünf Spieler. Da bin ich als sechster Spieler einfach kurzfristig eingesprungen.“ Normalerweise spiele man Flunkyball mit fünf Leuten je Team. „Aber nicht beim Deichbrand. Hier braucht man einen mehr. Das sind eben die speziellen Deichbrand-Regeln“, erklärt Melina lachend. Und sie muss es wissen, immerhin wird sie in den folgenden Tagen als Schiedsrichterin neben dem Feld sitzen und genau beobachten, wer die Regeln einhält und wer nicht.

Das Regelwerk ist dabei überschaubar. Zwei Teams mit je sechs Spielern treten gegeneinander an. Jeder Spieler hat dabei eine von ihm selbst gewählte und mitgebrachte Bierdose vor sich stehen. Auf das Signal des Schiedsrichters müssen die Bierdosen geöffnet werden. „Dann müssen die Teams immer abwechselnd mit einem Ball auf die Flasche in der Mitte des Feldes werfen“, verdeutlicht Melina. Wird die Flasche getroffen und kippt um, darf das Werferteam die Dose ansetzen und solange trinken, bis das gegnerische Team die Flasche wieder in die Mitte des Feldes platziert und den Ball zurück hinter die eigene Spiellinie gebracht hat. „Das passiert so lange, bis ein Team seine Bierdosen komplett leer getrunken hat.“

Die Idee aus diesem Trinkspiel ein Turnier auf dem Deichbrand zu machen, kam bei den Besuchern gut an: „Wir haben mit Voranmeldungen gearbeitet und waren zum Start des Festivals komplett ausgebucht.“ Insgesamt stehen 16 Teams pro Tag auf dem Feld vor dem Haupteingang zum Infield. Für die ein oder andere Spaßpartie bleibt trotzdem Zeit. Für Melina ist klar, wieso Flunkyball so beliebt ist: „Es ist einfach ein Trinkspiel, das international bekannt ist. Es macht Spaß und irgendwie verbindet es auch.“ Flunkyball gehöre zum Festival dazu: „Wenn man hier ist, ist es Pflicht, mindestens eine Partie zu spielen!“

Deichbrand Festival: Gute Laune bei Flunkyball-Meisterschaft

Für das Team „ESUAH“ aus Bremerhaven ist Flunkyball aber noch viel mehr: „Es ist Teamsport.“ Seit 2013 haben sie noch kein campinternes Spiel verloren: „Das wollen wir jetzt bei diesem offiziellen Turnier fortsetzen.“ Teamgeist, Spaß und das Knüpfen von neuen Freundschaften zeichnet Flunkyball für das Team aus. Und wenn man daran keinen Spaß findet, dann zumindest an den kreativen Teamnamen. „Götter mit Dosenbier“ und „Die coole Budder“ sind nur zwei Beispiele, die den Spaß der Teams erahnen lassen.

Poetry-Slam-Vorrunde am Freitag

Deichbrand Festival: Party am Donnerstag 

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