Deichbrand-Festival 2013 - Polizei zieht positive Bilanz

Nordholz/Wanhöden. Das 9. Deichbrand-Rockfestival mit zeitweise über 35.000 Besuchern verlief aus polizeilicher Sicht ausgesprochen friedlich. Tausende der Festivalbesucher feierten von Donnerstagabend bis Montagfrüh gutgelaunt miteinander durch.

Über 200 Polizeibeamte aus ganz Niedersachsen sorgten auf dem Festivalgelände Tag und Nacht für die Sicherheit der zeitweise über 35.000 Besucher. Erstmals war die Polizei mit einer Festival-Wache rund um die Uhr für die Festivalteilnehmer vor Ort ansprechbar. Die Festival-Wache wurde laut Polizeiauskunft gut angenommen. Zahlreiche zumeist junge Festivabesucher suchten das Gespräch in lockerer Atmosphäre mit "ihrer" Festivalpolizei.

"Die umfangreichen Planungen und die gute Zusammenarbeit mit dem Veranstalter und den Sicherheitsbehörden haben sich auch in diesem Jahr wieder ausgezahlt", resümiert Polizeidirektor Holger Kliem, der den Polizeieinsatz geleitet hat.

Der Veranstalter hat die telefonische Erreichbarkeit sowie Präventionstipps der Festival -Wache auf seiner Veranstaltungshomepage sowie auf seiner Fanpage in sozialen Netzwerken veröffentlicht. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung wurden gezielte Präventionstipps zum Thema "Diebstahl" bekannt gegeben. Leider wurden dennoch rund 70 Festivalgänger von Unbekannten bestohlen. Zumeist schlichen sich der oder die Täter unbemerkt in die Zelte und stahlen Bargeld aus den Geldbörsen und Handys.

Zum friedlichen Verlauf mit beigetragen haben aus polizeilicher Sicht neben der hohen Polizeipräsenz neben zahlreichen ehrenamtlichen Helfern sicher auch die vom Veranstalter eingesetzten Sicherheitskräfte, die auf dem Festivalgelände engagiert und freundlich ihren Dienst verrichteten. Bis zum Abschluss dieser Großveranstaltung mit tausenden Besuchern wurden neun Anzeigen wegen Körperverletzung gefertigt. Darunter ist ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung, über das bereits berichtet wurde. Beim unsachgemäßen Hantieren mit flüssigem Brennmittel kam es zu einem Grillunfall, bei dem eine junge Frau (20 Jahre) schwer und der vermeintliche Verursacher sowie ein weiterer junger Mann im Alter von 22 und 24 Jahren leicht verletzt worden sind. Die Ermittlungen dauern an.

In einem Fall wurde ein Sexualdelikt zum Nachteil einer 21-Jährigen angezeigt. Hier werden polizeiliche Ermittlungen näheren Aufschluss über den genauen Tathergang geben. Der Beschuldigte (24 Jahre) bestreitet die Tat.

Vereinzelt wurde bengalisches Feuer im Innenfeld gezündet. Entsprechend sind Verfahren nach dem Sprengstoffgesetz eingeleitet worden. Die Beschuldigten mussten das Veranstaltungsgelände umgehend verlassen.

Ein Gastronomiestand im Innenfeld geriet aus bisher noch nicht geklärter Ursache in Brand, wodurch Sachschaden in Höhe von ca. 10.000 Euro entstanden ist. Personen wurden nicht verletzt. Ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gastronomiestände konnte verhindert werden.

Der An- und Abreiseverkehr verlief ohne erhebliche Störungen. Sicherlich musste man längere Wartezeiten in Kauf nehmen, wenn Tausende nach dem Auftritt der Headliner nach Hause strömten und man dadurch in die Verkehrsspitzen geriet, doch wurden lange Rückstauungen auf der Autobahn durch die Verkehrslenkung vermieden. "Es ereignetete sich kein Verkehrsunfall mit schwer Verletzten. Das ist sicherlich auch dem besonnenen Verhalten der Verkehrsteilnehmer geschludet, die geduldig und überwiegend rücksichtsvoll zu Fuß, per Rad oder motorisiert auf den Straßen rund um das Festivalgelände unterwegs gewesen sind. In 27 Fällen leiteten die Beamten Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Alkohol oder andere Drogen am Steuer ein.

"Wir sind mit dem Veranstaltungsverlauf ausgesprochen zufrieden. Die Besucher aller Altersgruppen und Musikgeschmäcker haben gut gelaunt miteinander gefeiert", lobte Kliem.

Rubriklistenbild: © Patrick Franck - Hammonia View

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