Größter Aldi-Markt aller Zeiten

Aldi auf dem Deichbrand - Mega-Discounter vertraut auf Paletten-Charme

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Auf 2.100 Quadratmetern Fläche hat das Team 16 Kassen, zwölf Backautomaten und neun Leergutautomaten aufgebaut.

Von Katia Backhaus - Manuel Sentker ist aus Essen zum Deichbrand angereist. Das sind etwa 350 Kilometer, gut dreieinhalb Stunden Fahrt. Aber für Sentker wird hier ein anderthalb Jahre lang geplantes Projekt endlich Realität: der größte Aldi-Markt aller Zeiten.

Sentker ist Pressesprecher von Aldi Nord, und er ist an diesem Wochenende Teil der 200-köpfigen Aldi Deich-Crew, er ist in Shorts und dem Shirt unterwegs, das alle Aldi-Mitarbeiter auf dem Festival tragen. Normalerweise arbeitet er in der Unternehmenskommunikation des Konzerns in Essen, im Ruhrgebiet.

Die Zahlen sind enorm: Auf 2.100 Quadratmetern Fläche (eine normale Aldi-Nord-Filiale ist höchstens halb so groß) hat das Team 16 Kassen, zwölf Backautomaten und neun Leergutautomaten aufgebaut. 200 Mitarbeiter sind vor Ort und arbeiten in Teams daran, den Laden am Laufen zu halten. Anders als im normalen Betriebsablauf sind die Aufgaben hier klar begrenzt: Einige sind ausschließlich für die Kassen, für Getränke oder für das Backen zuständig. Auch sonst ist in dem Mega-Markt am Deich alles anders als gewöhnlich.

Mitarbeiter arbeiten in drei Schichten

„Wir haben gefragt, wer Lust hat, beim Deichbrand dabei zu sein“, sagt Sentker. Am Ende seien es mehr Bewerbungen als benötigt gewesen, „wir haben dann ausgelost“. Die Mitarbeiter arbeiten in drei Schichten zwischen 7.30 Uhr und 0.30 Uhr, sie schlafen in dem Aldi-Camp, das auf dem Crew-Zeltplatz steht, aber nicht aus Zelten, sondern aus komfortableren Wohncontainern besteht. Drumherum sind Bauzäune, eigene Securities achten darauf, dass niemand sonst hereinkommt. Abgesehen davon gibt es keine Extras für die Mitarbeiter. Es sei einfach ein tolles Erlebnis für sie, sagt Sentker, und es klingt wie „was will man mehr?“.

Deichbrand 2018: Der größte Aldi aller Zeiten

Etwa 200 Artikel rund um das Festival-Erlebnis bietet der Discounter an. © Wiewelhove
Etwa 200 Artikel rund um das Festival-Erlebnis bietet der Discounter an. © Wiewelhove
Etwa 200 Artikel rund um das Festival-Erlebnis bietet der Discounter an. © Wiewelhove
Etwa 200 Artikel rund um das Festival-Erlebnis bietet der Discounter an. © Wiewelhove
Etwa 200 Artikel rund um das Festival-Erlebnis bietet der Discounter an. © Wiewelhove
Etwa 200 Artikel rund um das Festival-Erlebnis bietet der Discounter an. © Wiewelhove
Etwa 200 Artikel rund um das Festival-Erlebnis bietet der Discounter an. © Wiewelhove
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Etwa 200 Artikel rund um das Festival-Erlebnis bietet der Discounter an. © Wiewelhove
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Etwa 200 Artikel rund um das Festival-Erlebnis bietet der Discounter an. © Wiewelhove
Etwa 200 Artikel rund um das Festival-Erlebnis bietet der Discounter an. © Wiewelhove
Etwa 200 Artikel rund um das Festival-Erlebnis bietet der Discounter an. © Wiewelhove
Etwa 200 Artikel rund um das Festival-Erlebnis bietet der Discounter an. © Wiewelhove
Etwa 200 Artikel rund um das Festival-Erlebnis bietet der Discounter an. © Wiewelhove
Etwa 200 Artikel rund um das Festival-Erlebnis bietet der Discounter an. © Wiewelhove
Etwa 200 Artikel rund um das Festival-Erlebnis bietet der Discounter an. © Wiewelhove

Eine Besonderheit ist auch das Sortiment. Statt etwa 1.400 Artikeln gibt es im Markt auf dem Festival nur 200 - perfekt abgestimmt auf die Bedürfnisse der Besucher. Eine ganze Reihe Tiefkühler ist nur mit Eiswürfeln gefüllt, Grillkohle ist zwei Meter hoch gestapelt. Und ein begehbarer Külhschrank bietet nicht nur Abkühlung, sondern vor allem kühle Getränke - von der 1,5-Liter-Wasserflasche bis zum Weißwein im Tetrapak. Wenn man sich anschaue, wie voll der Markt den ganzen Tag über sei, frage man sich „wovon haben sich die Leute früher ernährt?“, sagt Sentker.

Für den Nachschub sorgen Lastwagen, die im etwa 50 Kilometer entfernten Aldi-Nord-Logistikzentrum in Beverstedt beladen werden. Abends geben die Projektler vom Deich durch, was sie am kommenden Tag brauchen, und morgens rollen die Laster an. Getränke werden bereits gekühlt geliefert, Engpässe ausgeglichen. „Campingstühle waren am Donnerstag sehr beliebt“, berichtet Sentker, und manche seien sogar ohne Zelt angereist - weil Aldi eins im Angebot hat. Er klingt stolz, als er das erzählt - denn es ist ein klarer Beweis dafür, dass die breitgestreute Werbung für den „größten Aldi aller Zeiten“ funktioniert hat.

Sangria-Eimer im Angebot

Natürlich ist das Ziel des Discounters nicht nur, „Unterstützung für die Festivalbesucher“ zu bieten. Aldi Nord will sich als moderner Supermarkt präsentieren, der mit Festival-Equipment genau auf der Welle der jungen Zielgruppe schwimmt. Eigens für das Festival sind Sangria-Eimer ins Angebot gekommen, mit meterlangen Strohhalmen prägen sie auch das Bild auf den Zeltplätzen. 

Man kehre hier auch ein bisschen zu den Wurzeln von Aldi zurück, zu der Idee, Effizienz auf Paletten zu verkaufen, sagt Sentker. Und das passt gut zu den Bedürfnissen der Zeltplatzbewohner, die mit staubverschmierten Armen die Bollerwagen über den Holzboden ziehen.

Zu dem jugendlichen Image passt auch, dass die beiden Filialleiter gerade erst ihr duales Masterstudium abgeschlossen haben. Sie sollen regionale Verkaufsleiter werden, die Leitung des Mega-Discounters ist quasi ihre letzte Prüfung - oder ihr erster Erfolg. Sentker sagt, man warte die interne Auswertung ab, bevor man über eine erneute Teilnahme am Deichbrand 2019 entscheide. Unterstützung können die Festivalisten sicher gebrauchen.

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