Chronologie der Karussell-Unfälle in den letzten zehn Jahren

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Auf dem Bremer Freimarkt kam es im Karussell "die Krake" zu einem tragischen Unfall.

Bremen - Das Unglück auf dem Bremer Freimarkt hält Norddeutschland in Atem. Nachdem sich eine Gondel des Fahrgeschäfts "Die Krake" löste und neun Menschen verletzt wurden, sind viele um die Sicherheit von Karussells besorgt.

Unfälle von Fahrgeschäften auf Volksfesten hat es in Deutschland schon einige gegeben. Das bislang schlimmste Unglück liegt inzwischen über 30 Jahre zurück. Im April 1981 prallten auf dem Hamburger Dom ein Karussell und ein Kran zusammen. Sieben Menschen kamen dabei ums Leben und zwölf wurden schwer verletzt.

Karussell-Unfälle in den letzten zehn Jahren:

September 2011: Auf einem Volksfest in Hemau (Bayern) bricht bei voller Fahrt die Aufhängung einer Karussellgondel. Drei Mädchen werden schwer verletzt, als ihre Gondel gegen mehrere Metallpfosten prallt und auf den Holzboden kracht.

Mai 2010: Auf einer Kirmes im sauerländischen Lüdenscheid löst sich eine Gondel des „Commanders“. Neun Menschen werden verletzt.

Mai 2010: Bei einer Karussellfahrt auf dem Frühlingsfest in Groß-Gerau (Hessen) werden fünf Kinder verletzt. Während der Fahrt kippen einige Gondeln der „Raupenbahn“. Ein Kind fällt heraus, ein anderes klemmt sich den Fuß ein, drei Kinder erleiden Prellungen.

September 2009: Eine Elfjährige verunglückt auf einem Volksfest in Pfaffenhofen (Bayern) tödlich, als sie aus der Gondel einer Wasserbahn zehn Meter in die Tiefe stürzt. Am Tag darauf fällt im nahe gelegenen Wolfratshausen ein vierjähriger Junge aus einem Karussell und wird dabei schwer verletzt.

April 2009: Auf einer Kirmes in Paderborn (Nordrhein-Westfalen) wird eine 69-jährige Frau schwer verletzt. Während einer Karussellfahrt löst sich ihre Sitzgondel aus der Verankerung und kracht neben dem Nostalgie-Fahrgeschäft auf das Pflaster.

März 2007: In Begleitung seines Vaters stürzt ein kleiner Junge in Kassel aus einem Karussell und verletzt sich schwer. Das Kind war unter dem Sicherheitsbügel der Gondel hindurchgerutscht und aus zwei Metern Höhe auf den Boden gestürzt.

Oktober 2005: In Sassenberg (Nordrhein-Westfalen) wird ein 13-Jähriger aus einem Karussell heraus gegen eine Hauswand geschleudert und kommt schwer verletzt ins Krankenhaus.

August 2004: Bei einem Unfall in Daun in der Eifel kommt ein 14 Jahre altes Mädchen ums Leben. Sie wird in 65 Metern Höhe aus einer sogenannten Bungee-Kugel geschleudert, weil sie von den Schaustellern nicht angeschnallt worden war.

Juli 2004: Bei einem Auffahrunfall in einer Achterbahn werden 17 Menschen im südbadischen Europapark Rust leicht verletzt.

Juni 2004: Trotz des Sicherheitsbügels rutscht auf dem Aschaffenburger Volksfest ein neunjähriger Junge aus der Gondel des Fahrgeschäfts Playball und wird 20 Meter durch die Luft geschleudert und lebensgefährlich verletzt.

Juli 2003: Ein 31-jähriger Mann aus Mainz stürzt im Dortmunder Westfalenpark, 170 Meter tief, nachdem das Bungee-Seil gerissen ist. Er landet neben einem Luftkissen und ist sofort tot.

September 2002: Auf der Kult-Achterbahn "Wilde Maus" stoßen zwei Wagen zusammen. Sieben Menschen werden auf der Spätkirmes in Mönchengladbach teilweise schwer verletzt.

Mai 2001: In einer voll besetzten Achterbahn im Vergnügungspark Phantasialand bei Brühl bricht plötzlich Feuer aus.  Die 150 Passagiere entkommen nur knapp dem Tod, 63 Menschen verletzen sich dabei leicht.

März 2001: Drei Kinder stürzen aus dem Fahrgeschäft "Fliegender Teppich" und  verletzen sich auf dem Frühlingsfest Zuffenhausen schwer. Zuvor hatte sich der Sicherheitsbügel des so genannten Fliegenden Teppichs gelöst

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