„Breminale“ lockt Tausende von Besuchern auf die Osterdeichwiesen

Swingende Zeitreise

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Anne und Jonas (rechts im Bild) von der „Swing-Kantine“ brachten Besuchern der „Breminale“ zum Auftakt am Mittwochabend den 20er-Jahre-Tanz „Lindy Hop“ bei. ·

Bremen - Von Nina Seegers. Konzerte, Lesungen, Tanz und kulinarische Köstlichkeiten lockten viele Besucher zum Auftakt der 26. „Breminale“, dem fünftägigen Umsonst-und-Draußen-Festival auf den Osterdeichwiesen. Wie bestellt, riss zum Abend hin der Himmel auf.

Die Sonne hüllte die vielen bunten Zirkuszelte in ein goldenes Licht und zauberte ein seliges Lächeln auf die Gesichter der Besucher.

In die 20er Jahre zurückversetzt fühlte man sich auf der „Tanzenden Wiese“. Dort tanzten die Leute mit großer Begeisterung unter der Anleitung der „Swing-Kantine“ zu klassischer Swing- und Jazzmusik den „Lindy Hop“. Dieser ursprüngliche Swing-Tanz ist in den USA als Vorläufer von Jive, Boogie-Woogie und Rock’n’Roll in den späten 20er Jahren entstanden und ist wieder total angesagt. Der 100 Quadratmeter große Holzboden unter dem großen Sonnensegel war brechend voll. „Eins, zwei, kick, drauf!“, erklärte Tanzlehrer Jonas den sogenannten „Jig Walk“, das ist einer der Grundschritte des Tanzstils. Lachend versuchten die Tanzpaare, es ihrem Lehrer gleich zu tun, hüpften und drehten sich im warmen Licht der untergehenden Sonne.

Während in den großen Zelten Musiker wie Tim Vantol aus den Niederlanden, Leslie Clio aus Berlin und das Duo „Picknick on the Hill“ aus dem Ruhrgebiet spielten, testeten viele Besucher im Ökodorf „Bio Erleben“ auf der „Dörflichen Wiese“ kulinarische Köstlichkeiten wie Bratwurst vom Bio-Weideochsen, besondere Säfte oder Erdbeer-Rhabarber-Bowle.

Auf der „Wohnlichen Wiese“ entspannten die Leute in bunten Klappstühlen und am Lagerfeuer. Großer Andrang herrschte im kleinen Zelt des „Wohnzimmer“, dort war das „Quiz ohne Grenzen“ von DJ „H-no“ beliebt. Der DJ spielte kurz bekannte Lieder an, woraufhin die Quizteilnehmer den Song so schnell wie möglich erraten mussten.

Weitaus besinnlicher als auf den Wiesen am Weserufer ging es am Mittwochabend auf der „Himmlischen Wiese“ zu. Das Areal hinter der Kunsthalle ist in diesem Jahr neu hinzugekommen und durch den sogenannten „Kunsttunnel“ unter dem Osterdeich gut erreichbar. Den Tunnel haben die Veranstalter etwas aufgehübscht, Rollrasen verlegt und die Wände beklebt. Die Dekoration der Wiese hinter der Kunsthalle beweist Liebe zum Detail: Von weißen Lampions, die wie viele Monde wirken, umgeben, zieht eine vier Meter hohe Fahrradskulptur von Klaas Seekamp die Blicke auf sich. Vor der mobilen Sauna „Fluchtkunst“ hatten es sich viele auf selbstgebauten Holzbänken gemütlich gemacht und lauschten einer Lesung.

Breminale am Donnerstag

Breminale am Donnerstag

Im großen Zelt spielte „Die Heiterkeit“, eine dreiköpfige Frauen-Rockband aus Hamburg, deren Musik alles andere als heiter war. Bandname sowie viele Liedtexte sind durchaus ironisch zu verstehen. Markenzeichen der Band sind die tiefe, monotone Stimme von Stella Sommer und „schrabbelige“ Gitarrenakkorde. Die Lieder klangen unaufgeregt, atmospärisch passte das Konzert der jungen Frauen aber gut ins Konzept.

Breminale ist eröffnet

Breminale ist eröffnet

Weitere Programmhöhepunkte in den nächsten Tagen sind Konzerte von „Me and my Drummer“ (heute, Freitag, 23.15 Uhr im „Flut“-Zelt), von „Mrs. Greenbird“ (Sonnabend, 19 Uhr im SWB-Zelt), und von den „Puppetmastaz“ (Sonntag, 18 Uhr, SWB-Zelt) sowie das Deichbankett (Sonntag ab 11 Uhr auf dem abgesperrten Osterdeich).

http://www.breminale.de

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