Die Bilanz der „Breminale“: Sommerwetter und strahlende Organisatoren / 150 000 Besucher

Musik an der Quelle des Körpers

Auch skurrile Zirkusnummern auf den Osterdeichwiesen gehörten zum „Breminale“-Programm.

Bremen - Von Nina Seegers· Das war ein hochsommerliches Wetter, das der „Breminale“ über die gesamten Tage beschert war. Lediglich die Unwetterwarnung für Sonnabendabend hielt den einen oder anderen Besucher fern.

Trotzdem, die Veranstalter sind mit dem Verlauf des fünftägigen Festivals hochzufrieden: „Was die Besucherzahl angeht, rechnen wir mit einem ähnlich guten Ergebnis wie im vorigen Jahr. Etwa 150 000 Leute – vielleicht waren es etwas mehr. Das einzige, was etwas schade war – das Kinderprogramm an den Nachmittagen hat aufgrund der hohen Temperaturen etwas gelitten“, so Projektmanager Rolf Hesener.

Natürlich ging es auf der „Breminale“ wie in jedem Jahr vor allem um die Musik. Acts wie „Bratze“, „Miss Platnum“, „The Rattles“ und „Stereo Total“ waren absolute Publikumsmagneten.

Aber auch das bunte kulturelle Rahmenprogramm begeisterte die Besucher. Ob man sich im „Lonely Planet Café“ die Haare schrill stylen ließ, auf einer kleinen selbstgebauten Minigolfanlage den Schläger schwang oder die zahlreichen Theater- und Varietévorstellungen besuchte – die „Breminale“ bot mal wieder ein vielseitiges und abwechslungsreiches Programm.

Breminale in Bremen

Unter anderem gastierte der „Circo Paniko“, eine siebenköpfige Zirkusgruppe aus Italien, zum ersten Mal auf dem fünftägigen Kulturfest an der Weser. In ihrem Zelt entführten die Italiener die Zuschauer in eine surreale Welt: Ein Mann mit sechs Händen, ein betrunkener Clown, der auf seinem abgewrackten Motorrad eine ganz spezielle Orgel installiert hat, und eine Akrobatin, die ihre Kunststücke über den Köpfen der Zuschauer vorführte, verzauberten die Zirkusbesucher. Die Vorstellungen waren stets bis auf den letzten Platz besetzt.

Ebenfalls großer Beliebtheit erfreute sich die Artistengruppe „Flambal Olek“. Mit einer Mischung aus Feuerkunst, Tanztheater, Feuerspucken und Jonglage zogen die Artisten die Besucher allabendlich in ihren Bann.

Wer sich zwischen dem ganzen Trubel nach Entspannung sehnte, konnte sich im „Shin Tai Zelt“ von Jennifer Knaak und ihrem Team gegen eine Spende verwöhnen lassen. Shin Tai bedeutet übersetzt soviel wie „Quelle des Körpers“ und basiert auf der Traditionellen Chinesischen Medizin. „Shin Tai“ ist sowohl eine sanfte Schmerztherapie – als auch eine Wohlfühl- und Entspannungsmethode.

Breminale 2010

Intellektuell ging es hingegen an einem Nachmittag im „DeDrohme“-Zelt zu. Hier veranstaltete die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Zukunfts-Musik“. Acht geladene Experten aus dem Musikbusiness beschäftigten sich mit der Frage, welche innovativen Verwertungsformen der Wandel in der Musikindustrie in den kommenden Jahren mit sich bringt und wie vor allem die Musiker mit den neuen Herausforderungen umgehen können.

Einmal mehr bescherte die „Breminale“ der Hansestadt fünf ereignisreiche Tage und Nächte mit einem hervorragenden Veranstaltungsprogramm.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Dem Föhn im Gesicht getrotzt: Kerber nun gegen Scharapowa

Dem Föhn im Gesicht getrotzt: Kerber nun gegen Scharapowa

Gebrochener Mann in Einzelhaft: "El Chapos" tiefer Fall

Gebrochener Mann in Einzelhaft: "El Chapos" tiefer Fall

Boxspringbetten werden vielseitiger und luftiger

Boxspringbetten werden vielseitiger und luftiger

Musikschul-Konzert mit Klavier im Rathaus

Musikschul-Konzert mit Klavier im Rathaus

Meistgelesene Artikel

Kommentare