Kulturfestival „Breminale“ vom 6. bis 10. Juli am Osterdeich / „Deichbankett“

Fairer und facettenreicher

Fünf Tage Festival-Atmosphäre bietet die „Breminale“ am Osterdeich. Beginn ist am 6. Juli.

Bremen - Von Viviane Strahmann. Das „kostenlose Kulturflanieren“ auf der „Breminale“ geht in die 24. Runde. „Facettenreich, größer und fairer“ versprechen die Veranstalter des „Umsonst-und-draußen“-Festivals am Osterdeich. Über 100 Küstlergruppen sorgen von Mittwoch, 6., bis Sonntag, 10. Juli, direkt an der Weser für Partystimmung.

„Die Stadt soll an einem wunderschönen Ort und auf einem hohen kulturellen Niveau Spaß haben“, wünschen sich „Breminale“-Geschäftsführer Harald Siegel und die künstlerische Leiterin Susanne von Essen. An fünf Tagen treten auf sieben Bühnen – darunter zwei auf dem Eventschiff „Treue“, andere im Zelt „Hofnarr“ und im Zelt „Flut“ – Bands, Sänger, Artisten, Jongleure und andere Kreative auf. Neben Nachwuchsküstlern und Musikern unterschiedlichster Genre von Pop, Rock, Folk bis zu Soul und Reggae stehen prominente Namen im Programmheft.

Die amerikanische Entertainerin, Autorin und Sängerin Gayle Tufts performt am Mittwoch, 6. Juli, 22 Uhr, auf der „Weltbühne“; der Twistringer Reinhold Beckmann (& Band) will sein Publikum am Donnerstag, 7. Juli, 19 Uhr, mit einer Mischung aus skurril, heiter-ironisch und gefühlvoll begeistern. R‘n‘B- und Soulsängerin Joy Denalane steht am Sonnabend, 9. Juli, um 23 Uhr auf der swb-Bühne im Bremen-Vier-Zelt. „Ferd“ dagegen liefert Hip-Hop „made in Bremen“. An vier Abenden wollen die Artisten von „Flambal Olek“ mit einem „flammenden Varieté“ für feurige Stimmung sorgen.

Zwar stehe der Party- und Festivalgedanke im Vordergrund, doch das Veranstalterteam sieht die „Breminale“ als „ideale Plattform, um faire und ökologische Gedanken zu transportieren“. Daher wird die 24. Ausgabe im 25. Jahr – 2007 fiel das Festival aus finanziellen Gründen aus – nachhaltiger und fairer. Schritt für Schritt soll die bunte Veranstaltung ökologischer werden: Imbissbetriebe sind angehalten, regional und biologisch einzukaufen, um die Qualität zu steigern und ein Statement gegen Massentierhaltung zu setzen.

Fünf der insgesamt 40 Stände bieten im Ökodorf regionale Bio-Spezialitäten und Produkte des fairen Handels an. Die weiteren 35 Standbetreiber sollen sich für das nächste Jahr über Möglichkeiten des Bio-Einkaufs und die Voraussetzungen einer Öko-Zertifizierung informieren. Zwar wollen die Macher nicht den Zeigefinger heben, aber bei der 25. Ausgabe die faire Linie verstärkt umsetzen, Einfluss nehmen und „eine Initialzündung geben“. Bereits in diesem Jahr ist der Kaffe fair gehandelt, die Künstler trinken statt aus Plastikbechern aus Tassen.

Um die rund 400 000 Euro  (85 000 Euro kommen von der Stadt Bremen) teure „Open-Air“-Veranstaltung zu finanzieren, gibt es auch dieses Mal wieder einen „Spendenzaun“, an dem die Festivalbesucher einige Euro lassen dürfen. An einem 39 Meter langen und 1,60 Meter hohen Rubbellos, das für das Guinness-Buch der Rekorde angemeldet ist, können 10 000 Felder für jeweils zwei Euro freigerubbelt werden.

„Breminale“-Beginn ist am Mittwoch, 6. Juli, um 18 Uhr. Den kulinarischen Abschluss bildet am Sonntag, 10. Juli, von 10 bis 14 Uhr das „Deichbankett“ für 200 Gäste auf dem eigens dafür gesperrten Osterdeich. Karten für zehn Euro gibt es bei der „Breminale“. Ausführliche Programminfos im Internet.

http://www.breminale.de

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