Der 978. Bremer Freimarkt zieht am ersten Wochenende viele Besucher an

Party, Bier und Karussells

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„Minion“ ist da! Der elfjährige Adrian hat viele Lose gesammelt und auf dem Freimarkt die Plüschfigur gewonnen, die er sich gewünscht hat.

Bremen - Von Nina SeegersBunte, funkelnde Lichter, laute Musik und der verführerische Duft von Schmalzkuchen, gebrannten Mandeln, Bratwurst, Fischbrötchen und Pizza. All das lockte am ersten Freimarkts-Wochenende viele tausend Besucher aus Bremen und dem (näheren und weiter entfernten) Umland auf die Bürgerweide. In Findorff kam es nach Polizeiangaben zu allerlei Parkproblemen.

Die Sirenen der Fahrgeschäfte heulen laut, die Fahrgäste in den Action-Karussells kreischen aus vollem Halse, an den zahlreichen Imbissbuden stillen die Freimarktsgänger ihren Hunger nach süßen und deftigen Speisen – und vor den Losbuden hoffen die Besucher, ein großes Plüschtier zu ergattern.

„Gewinne, Gewinne, Gewinne“, ruft der Losbuden-Betreiber mit nasaler Stimmer in Mikrofon. Und tatsächlich: ein Junge hat Glück und bekommt einen großen „Minion“ (aus dem Film „Ich: Einfach unverbesserlich“) in den Arm gedrückt. „Das war genau die Figur, die ich haben wollte“, sagt Adrian aus Delmenhorst und strahlt über das ganze Gesicht.

Seine Mutter erzählt, dass Adrian schon lange viele Lose gesammelt und gewartet hat, bis er sein „Minion“ bekommt. Und dann fügt sie achselzuckend hinzu: „Letztlich waren die vielen Lose natürlich teurer, als wenn wir das Tier im Laden gekauft hätten, aber – was soll‘s. . .“

Vor dem Fahrgeschäft „Transformer“ stehen derweil Britta (22) und Sarah (19) aus Blumenthal. Die beiden jungen Frauen sind mit zwei Arbeitskollegen unterwegs, haben am frühen Abend schon einen leichten Schwips und wollen später, nachdem sie über den Freimarkt geschlendert sind und Karussells ausprobiert haben, noch in die Halle 7.

„Wir werden viel Bier trinken und dann richtig Party machen“, kündigt Britta an und zieht einen ihrer Arbeitskollegen mit in den „Transformer“. Sarah schaut sich das Spektakel lieber aus sicherer Entfernung an. „Ich mag das nicht, wenn sich das so schnell dreht“, sagt sie. Als die Gondeln, die in Kreisform angeordnet sind, sich zu drehen beginnen, läuft die Titelmusik von „Indiana Jones“ und Nebel steigt auf. Sofort fangen die Fahrgäste laut zu schreien an. Erst recht, als das Karussell an Fahrt aufnimmt und sich schließlich auch kopfüber dreht.

Fotos vom Freimarkt

Der Samstag auf dem Freimarkt in Bremen

Ein Rundgang über den Bremer Freimarkt

Ein zweistündige Anreise mit dem Zug hat eine 16-köpfige Gruppe junger Männer aus Bückeburg auf sich genommen, um auf dem Freimarkt Junggesellenabschied zu feiern. Der zukünftige Bräutigam muss ein Hasenkostüm tragen, nimmt es aber gelassen. „Das war eine gelungene Überraschung, hierher zu fahren, damit habe ich nicht gerechnet“, sagt der Noch-Junggeselle, der zu dem Zeitpunkt schon etwas mitgenommen aussieht. „Wir sind heute Mittag um 12 Uhr los und heute Nacht nehmen wir den letzten Zug zurück“, erzählt einer aus der Gruppe – und zettelt am Bierstand die nächste Runde an.

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