Die Haxen aus Syke, das Bier aus Bremen:

Heimspiel für Marcel Mundt im Bayernzelt

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Der Oberkellnerjob im Bayernzelt auf dem Bremer Freimarkt ist für den Leester Entertainer Marcel Mundt ein Heimspiel. Er punktet mit humorigem Auftreten am Werder-Bremen-Stammtisch bei Aaron Hunt und Marko Arnautovic.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Als Stimmungskanone hat sich der amtierende Melchiorshauser Schützenkönig und langjähriger Leester Adjutant, Marcel Mundt, längst einen Namen gemacht.

Wo der 25-Jährige auftaucht, wird es garantiert nicht langweilig. Der Entertainer und DJ hat nun die Spezial-Gastronomie für sich entdeckt: Er arbeitet als Oberkellner im Bayernzelt auf dem Freimarkt, teilt ein 40-köpfiges Serviceteam ein und singt zusammen mit der Gastgeberfamilie Traber auf der Bühne das Abschlusslied „An Tagen wie diesen“.

Marcel Mundt ist in den so genannten Stammtischboxen in seinem Element und nimmt Bestellungen entgegen. Dort schauen sowohl der Bremer Regierungs chef samt Senatoren vorbei als auch die Fußball-Profis von Werder Bremen. Egal ob Mundt Promis, Geschäftsleute oder ganz einfache Bürger bedient – für seine Gäste legt sich der Weyher „gerne ins Zeug“. Seine Entertainer-Fähigkeiten helfen ihm, den Umsatz zu steigern. „Ich preise gerne unser Angebot an. Ich empfehle am liebsten Krustenbraten mit Püree und Sauerkraut“, sagt Mundt, der die Order umgehend an der Küchentheke abgibt. Hinter dieser steht ein alter Bekannter: Ferdinand Patzer aus Syke mit seinem Team. Denn das Unternehmen aus der Hachestadt hat das Catering für das Bayernzelt übernommen. Ob Haxen, Hähnchen, Enten, Leberkäse, Weißwurst, eine Brettel-Jause oder eine Brotzeit – wer bestellt, bekommt prompt seine Lieferung. Oberkellner Marcel Mundt muss nur kurz auf die Speisen warten. Denn Patzer hat zu jedem Zeitpunkt etwa 20 bis 30 Portionen fertig. Auch die Werder-Profis haben sich die Syker Spezialitäten schmecken lassen. Obwohl die Wege zwischen Boxen und Theke/Küche kurz sind, legt der 25-Jährige mehrere Kilometer am Abend zurück.

Gegen den Durst der Menge kämpft Marcel Mundt mit Geschwindigkeit und Geschicklichkeit. Er stemmt locker zwölf Maß-Krüge. „Das ist deshalb kein Problem, weil es einige Kniffe gibt“, sagt er.

Der Freimarkt in Bremen bedeute für den Absolventen der Leester KGS ein Heimspiel, seit der gelernte Automobilkaufmann komplett als selbstständiger Dienstleister in die Gastronomie gewechselt ist und auf Jahrmärkten quer durch Deutschland tourt. Seine nächsten Stationen: Soest und der Hamburger Dom. Deshalb sei es schön, wenn Bekannte ihn auf dem Freimarkt ansprechen. Und davon gibt es in Bremen reichlich. Einen flotten Spruch hat das ehemalige Ensemble-Mitglied der Lahauser Bühne stets parat, Zeit für ein Gespräch aber eher nicht.

Stilvoll wirft er sich mit Lederhose, Tiroler Haferlschuhen, kariertem Hemd, Weste und Schal in Schale um von 11 Uhr bis 1 Uhr präsent zu sein. „Das ist eine harte Schule. Doch diese Erfahrungen sammle ich gerne“, sagt der 25-Jährige.

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