Sturmtief und frühe Ferien: Volksfest lockt nur rund 3,5 Millionen Menschen an

Freimarkt büßt Besucher ein

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Andrang im Bayernzelt: Heidi (l.) und Helga zählten zu den charmanten Brezelverkäuferinnen.

Bremen - Von Nina Seegers. Nach wilden Partynächten in Halle 7, geselligen Abenden in den Festzelten, süßen und deftigen Leckereien und vielen Karussellfahrten hat das bunte Treiben auf der Bürgerweide ein Ende.

Der 978. Freimarkt ist Sonntagabend nach 17 Tagen feierlich zu Grabe getragen worden. Die Schausteller bauen ihre Buden, Zelte und Fahrgeschäfte ab und ziehen weiter.

Susanne Keuneke, Vorsitzende des Vereins der Schausteller und Marktkaufleute, zieht eine positive Bilanz: „Der Freimarkt ist sehr friedlich verlaufen und bis auf den Sturm hat das Wetter mitgespielt, die Temperaturen waren ja vergleichsweise mild.“

Allerdings muss der Freimarkt in diesem Jahr recht große Besucher-Einbußen hinnehmen. Keuneke, schätzt, dass nur 3,5, höchstens 3,6 Millionen Menschen Bremens großes Volksfest besucht haben. Im Vergleich: Vor einem Jahr zählte der Freimarkt knapp vier Millionen und 2011 sogar 4,4 Millionen Besucher. Das Sturmtief „Christian“ hat den Schaustellern dieses Mal einen ordentlichen Strich durch die Rechnung gemacht: So konnte der Freimarkt aus Sicherheitsgründen am Montag aufgrund starker Sturmböen erst um 19 Uhr öffnen. „Wie man sich vorstellen kann, sind an dem Abend nur ganz wenige Leute auf die Bürgerweide gekommen. Und von denen haben die meisten ihre Reservierungen in den Festzelten wahrgenommen“, so Keuneke.

Vor allem aber besuchten viel weniger Schüler den Rummel. Denn zum ersten Mal seit langem lag der Freimarkt nicht in den Herbstferien. „Viele Schüler in Bremen gehen auf Ganztagsschulen, haben bis 16  Uhr Schule und kommen dann nicht mehr“, so Keuneke. Unter der Woche sei das Volksfest daher sehr schwach besucht gewesen. „An den Wochenenden herrschte hingegen richtig viel Betrieb“, sagt Keuneke. Wichtiges Ziel für die Zukunft müsse sein, den Freimarkt als Marke über Bremens Grenzen hinaus noch stärker zu etablieren. Die Schaustellerverbände begrüßen daher den Vorschlag von Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) für den Bereich Werbung und Marketing städtische Gesellschaften, unter anderem die Touristik-Zentrale, mit ins Boot zu holen.

Die Bilder vom letzten Freimarkt-Wochenende 2013

Letztes Wochenende des Bremer Freimarktes

Die Karussells sind laut Keuneke in diesem Jahr sehr gut frequentiert gewesen. „Gut angekommen sind bei den Besuchern vor allem auch die neuen Fahrgeschäfte wie ,Flasher‘, ,Konga‘ und ,Alpenhotel‘“, sagt sie.

Aus Sicht der Polizei verlief der Freimarkt „weitestgehend ruhig“, sagte eine Sprecherin. Es gab weniger Straftaten und weniger Verstöße gegen die Marktordnung. Lediglich jede Menge Flaschen wurden mit auf die Bürgerweide gebracht. 1300 Fälle seien geahndet worden, so die Polizei.

Der nächste Freimarkt kommt bestimmt – er findet vom 17.  Oktober bis 2.  November 2014 statt.

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