900 Rettungskräfte im Einsatz

Unwetter in Nîmes: Südfrankreich säuft unter Gewittern und Überflutungen ab

Zu sehen sind Menschen in Marseille, die einen Regenschirm spannen, um sich vor dem niederprasselnden Regen schützen zu können.
+
Der Süden Frankreichs sieht sich mit Wetter-Extremen konfrontiert. Unwetter und Überflutungen sorgen für viel Chaos. (Archivbild)

Ausnahmezustand in Frankreich. Schwere Unwetter und Überflutungen halten das Land in Atem. Die konkrete Situation und Gründe für die Wetter-Extreme.

Paris – Gewitter, Überflutungen, Chaos – Frankreich sieht sich mit extremem Wetter konfrontiert. Wie „wetter.de“ berichtet, sind im Süden des Landes teilweise über 200 Liter Wasser pro Quadratmeter gefallen. Und das innerhalb weniger Stunden. Die Szenerie: blockierte Autobahnen und Bahnstrecken, tausende Autofahrer saßen fest. Für Mittwoch, 15. September 2021, wird Ähnliches erwartet.

Land in Europa:Frankreich
Hauptstadt:Paris
Vorwahl:+33
Fläche:632.734 km²
Bevölkerung:67,06 Millionen (2019)
Präsident:Emmanuel Macron

Schwere Unwetter und Überflutungen in Frankreich: Arbeiter wird vom Blitz getroffen – Mensch vermisst

Im Departement Gard im Süden Frankreichs wird weiterhin ein Mensch vermisst. Ein vom Blitzschlag getroffener Arbeiter wurde leicht verletzt. Generell hat die Wetterlage im Südwesten Europas Mitte September reichlich an Fahrt aufgenommen. Spanien und Portugal sahen sich infolge von Tiefdruckeinfluss bereits mit Gewittern konfrontiert.

Zudem wurden die letzten Reste der Sommerluft mit Spitzen über 30 Grad nach Frankreich abgedrängt, heißt es von „wetter.de“. Die Rede ist von einem explosiven Luftmassengemisch, das nun für extreme Gewitter gesorgt hat – und es wohl auch noch weiterhin tun wird.

Unwetter Nîmes: A9 in Richtung Montpellier zeitweise mit Geröll und Wassermassen blockiert

Denn auch am 15. September werden in Teilen Südfrankreichs erneut große Regenmassen erwartet. Und das, obwohl die Aufräumarbeiten vom Vortag weiterhin andauern. Laut der dpa wurde eine Unwetterwarnung der zweithöchsten Stufe Orange für 13 Departements ausgesprochen.

Nach einem schweren Unwetter in der Region um Nîmes war die Autobahn A9 in Richtung Montpellier zeitweise blockiert. Räum- und Reinigungsfahrzeuge waren bis tief in die Nacht im Einsatz. Sie waren dafür zuständig, um die von Geröll und Wassermassen zeitweise blockierte Verbindung wieder befahrbar zu machen. Entsprechende Reparaturarbeiten an Bahngleisen würden laut Betreiber SNCF teilweise bis zum Wochenende andauern.

Unwetter im Süden Frankreichs: 900 Feuerwehrleute und Zivilschutzhelfer im Dauereinsatz

„Ich sichere den Bewohnern, die von dem Unwetter betroffen sind, alle meine Unterstützung zu und rufe in den nächsten Tagen zu größter Vorsicht auf“, sagt Innenminister Gérald Darmanin. Er hatte die betroffene Region am Dienstag, 14. September, aufgesucht. Er wolle zeitnah den Katastrophenfall feststellen lassen. Dies hilft den Betroffenen unter anderem bei der Abwicklung von Schäden über die Versicherung

Insgesamt 900 Feuerwehrleute und Zivilschutzhelfer seien laut dpa in der Region zu 450 Einsätzen ausgerückt. Die Personenstärke ergibt sich allein durch die Bilder und Videos, die in sozialen Netzwerken wie Twitter zu sehen sind: Straßen stehen komplett unter Wasser, Windspitzen erreichen Geschwindigkeiten von über 100 km/h und behindern die Aufräumarbeiten. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Die beliebtesten Kuchenklassiker und Tortenträume

Die beliebtesten Kuchenklassiker und Tortenträume

Sechs Monate Audible inkl. Gratis-Hörbücher für monatlich 2,95 Euro statt 9,95 Euro

Sechs Monate Audible inkl. Gratis-Hörbücher für monatlich 2,95 Euro statt 9,95 Euro

Vor zehn Jahren verunglückte das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia vor der Küste Italiens

Vor zehn Jahren verunglückte das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia vor der Küste Italiens

Meistgelesene Artikel

Corona in Griechenland: Regierung bitte Ungeimpfte ordentlich zur Kasse

Corona in Griechenland: Regierung bitte Ungeimpfte ordentlich zur Kasse

Corona in Griechenland: Regierung bitte Ungeimpfte ordentlich zur Kasse
Costa Concordia: Kreuzfahrt-Katastrophe mit 32 Toten vor 10 Jahren

Costa Concordia: Kreuzfahrt-Katastrophe mit 32 Toten vor 10 Jahren

Costa Concordia: Kreuzfahrt-Katastrophe mit 32 Toten vor 10 Jahren
Wegen Omikron: Corona-Inzidenz in England explodiert – Regierung tatenlos

Wegen Omikron: Corona-Inzidenz in England explodiert – Regierung tatenlos

Wegen Omikron: Corona-Inzidenz in England explodiert – Regierung tatenlos

Kommentare