Gegen den Gesundheitspass

Trotz hoher Inzidenz: Frankreich lockert Corona-Regeln

Die landesweiten Proteste gegen die geplanten Corona-Regeln der französischen Regierung zeigen Wirkung. Nun gehen Präsident Macron und Co. einen Schritt zurück.

Paris – Die Proteste in Frankreich zeigen Wirkung. Hunderttausende gingen in den vergangenen Tagen auf die Straße, um gegen die geplante Verschärfung der Corona-Maßnahmen in Frankreich zu demonstrieren.

Inzidenzwert Frankreich:234,5 (Stand: 7. August 2021)
Bestätigte Corona-Fälle in Frankreich gesamt:6,325 Millionen (Stand: 7. August 2021)
Impfquote in Frankreich (Erstimpfung):65,14 Prozent (Stand: 7. August 2021)
Impfquote in Frankreich (vollständig geimpft):49,37 Prozent (Stand: 7. August 2021)
Corona-Todesfälle in Frankfreich:112.347 (Stand: 7. August 2021)

Nun macht die Regierung um Präsident Emmanuel Macron einen Rückzieher ... oder zumindest schwächt sie die Verschärfung im Kampf gegen Covid-19 etwas ab.

Trotz hoher Inzidenz: Frankreich schwächt Corona-Regeln ab

Wie Gesundheitsminister Olivier Véran bereits am Samstagabend in einem veröffentlichten Interview der Zeitung Le Parisien mitteilte, ist geplant, dass negative Tests nun 72 Stunden – anstatt den bislang vorgesehenen 48 Stunden – Gültigkeit haben sollen.

In Frankreich gingen erneut Hunderttausende auf Straße, was die Regierung um Präsident Macron dazu bewegte, bei den geplanten Corona-Regeln etwas einzulenken.

Darüber hinaus sollen abgesehen von Antigen- und Schnelltests auch Selbsttests unter medizinischer Aufsicht Anerkennung erhalten.

Inzidenz in Frankreich: Weite Teile im Süden Frankreichs sind ab heute Corona-Hochrisikogebiet

Trotz oder gerade vor dem Hintergrund das seit heute weite Teile Südfrankreichs als Corona-Hochrisikogebiet gelten, ein interessantes Vorgehen der Regierung, dass sich zu einem zweischneidigen Schwert entwickeln könnte.

Die Bundesregierung griff zu diesem Schritt für die französischen Regionen Okzitanien, Provence-Alpes-Côte d‘Azur sowie die Insel Korsika. Hinzu kommen die französischen Überseegebiete Guadeloupe, Martinique, Réunion, St. Martin und St. Barthélemy aufgrund zunehmenden Infektionen im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 entsprechend ein. Damit gelten für deutsche Reiserückkehrer somit die geltenden Regeln seit dem 1. August.

Für nicht geimpfte oder genesene Urlauber bedeutet das eine Quarantäne-Pflicht, die frühestens nach fünf Tagen durch einen negativen Test aufgehoben werden kann.

Inzidenz in Frankreich: Die Corona-Kurve zeigt im Nachbarland weiterhin unentwegt nach oben

Auch am Sonntag zeigte die Corona-Kurve weiterhin nach oben. Am Sonntag, 8. August 2021, stieg die Inzidenz von 324,5 am Vortag auf 237,6. Insgesamt ist von 25.755 bestätigten Neuninfektionen mit Covid-19 die Rede. Zudem hat das Land 32 neue Todesfälle zu beklagen.

Gerade im Hinblick auf die Entwicklung und die französische Angst vor einer vierten Welle verabschiedete das französische Parlament die verschärften Corona-Maßnahmen und die Regelungen zum sogenannten Gesundheitspass bereits Ende Juli. Diese sehen unter anderem vor, dass ab Montag ein Besuch von Restaurants und Cafés, Gesundheitseinrichtungen, ausgewählten Einkaufszentren oder Messen sowie Jahrmärkten nur gestattet ist, wenn man in der Lage ist, eine Corona-Impfung, eine Genesung oder ein negativer Covid-19-Test vorzuweisen.

Gesundheitspass in Frankreich: Gesetz beschließt Impfpflicht für Gesundheitspersonal und Feuerwehrleute

Die Corona-Maßnahmen gelten zudem auch für Fernreisen in öffentlichen Verkehrsmitteln. Des Weiteren beinhaltet das Gesetz auch die lang und heiß diskutierte Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitssystem.

Sprich: Impfen lassen, müssen sich Gesundheits- und Pflegepersonal sowie Feuerleute und weitere Rettungskräfte.

Proteste in Frankreich: Hunderttausende gehen seit Wochen gegen Gesundheitspass und verschärfte Corona-Regeln auf die Straße

Die Proteste gegen den Covid-19-Gesundheitspass und die geplanten Corona-Regeln ziehen sich über Wochen im deutschen Nachbarland hin. Erst am Samstag, 7. August, hatte es wieder hunderttausende auf die Straßen gebracht. Laut dem Innenministerium war es sogar eine Rekordzahl von knapp 237.000 Menschen, die sich zu den Demonstrationen in Frankreich aufschwangen.

Dabei gab es deutliche Parolen, die vor allem Präsident Macron ins Visier nahmen. „Macron, halt die Klappe, wir wollen ihn nicht mehr“, hieß es von Demonstranten. Französische Impfverweigerer taten ihren Unmut bereits vorher mit Aussagen kund wie: „Hätte lieber Covid.“ * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/AP | Michel Euler

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