Corona-Pandemie

Inzidenz in Italien: Größte illegale Party findet in einem kleinen Dorf statt

Teilnehmer und Teilnehmerinnen einer illegalen Rave-Party tanzen auf einem Feld.
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10.000 bis 15.000 Teilnehmer sollen an dem illegalen Rave in einem kleinen Dorf rund 100 Kilometer nördlich von Rom teilgenommen haben. (Symbolbild)

Die Infektionszahlen in Italien schießen seit Wochen in die Höhe. Das wird durch einen illegalen Rave mit tausenden Teilnehmern befeuert. Einer davon ist tot.

Rom/Valentano – Die Corona-Pandemie hat Italien weiterhin fest im Griff. Landauf, landab steigen die Infektionszahlen. Lag die 7-Tage-Inzidenz in Italien Anfang Juli noch bei 7,4, liegt der Wert am Donnerstag, 19. August 2021, bereits bei 72,1 und es scheint noch kein Ende in Sicht zu sein.

Gemeinde in Italien:Valentano
Fläche:43,29 Quadratkilometer
Einwohner:2811
Internationale Vorwahl Italien:+39
Bürgermeister:Stefano Bigiotti

So wurden am Donnerstag den Behörden in Rom 7159 Infektionen mit Covid-19 gemeldet, 69 Menschen sind verstorben. Derzeit sind in Italien 2930 Patienten in Krankenhäusern untergebracht, 299 davon müssen intensivmedizinisch betreut werden. Seit Beginn der Pandemie haben sich in Italien rund 4,5 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 128.579 davon sind verstorben. Inzwischen haben rund 68 Prozent der Bevölkerung eine erste Impfung erhalten, vollgeimpft sind 57,7 Prozent der Italiener.

Illegale Raveparty in Italien sorgt für steigende Inzidenzen: Bis zu 15.000 Personen feiern illegale Party

Da kommt die Frage auf: Wie kann es da sein, dass 10.000 bis 15.000 Menschen in dem kleinen Dorf Valentano, rund 100 Kilometer nördlich der Hauptstadt Rom gelegen, einen wilden und illegalen Rave feiern konnten. Wie es in einem Bericht der Süddeutschen Zeitung heißt, soll die Technoparty seit dem 13. August gefeiert worden sein. Die Teilnehmer kamen aus ganz Europa dorthin.

Laut italienischen Medienberichten soll die Party komplett ohne Abstands- und Hygieneregeln stattgefunden haben. Auch soll bei dem Rave ein 24-jähriger Teilnehmer verstorben sein. Er war ins Wasser des Lago di Mezzano gegangen, an dessen Ufer die Rave-Party stattfand. Seine Leiche wurde auf dem Grund des Sees entdeckt, jetzt ermittelt in dem kleinen Dorf nördlich von Rom die Polizei.

Inzidenz in Italien: Trotz totem Partygänger geht der illegale Rave weiter

Doch auch der Tod des jungen Mannes brachte die feiernde Menge nicht dazu, die Party abzubrechen. Im Gegenteil, bis Donnerstag, 19. August 2021, wurde munter weitergefeiert. Zuvor hatte Polizei bereits Journalisten gesagt, dass eine Räumung der Party nicht möglich sei, da viel zu viele Teilnehmer anwesend seien.

Um eine Eskalation zu vermeiden, verhandelte die Polizei zunächst mit den Veranstaltern, die ursprünglich den Rave bis zum 23. August stattfinden lassen wollten. Am Donnerstagvormittag schließlich konnte die Polizei die Veranstaltung auflösen. Wohl auch, weil bereits viele Teilnehmer inzwischen doch aufgrund des toten jungen Mannes die Veranstaltung verlassen hatten.

Illegale Raveparty in Italien sorgt für steigende Inzidenzen: Wie konnten die Teilnehmer ungestört anreisen?

Offen ist aktuell noch, wie so viele Menschen in das 3000-Seelen-Dorf einfallen konnten. Sie waren ungestört mit Autos sowie Wohnmobilen nach Italien angereist und hatten ein Feld, das laut dem Bürgermeister der Gemeinde, Stefano Bigiotti, in privatem Besitz ist, in einen riesigen Campingplatz verwandelt.

Corona in Italien: Koordinaten der Party über Messengerdienst „Telegram“ verbreitet

Laut der Tageszeitung La Repubblica sollen die Koordinaten des Dorfes erst kurz vor Beginn der Party über den Messengerdienst „Telegram“ verbreitet worden sein. Wie es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Ansa heißt, soll die Polizei inzwischen die Personalien von rund 2000 Teilnehmern aufgenommen haben. Auch mussten zwei Raver ins Krankenhaus eingeliefert werden, sie standen offensichtlich unter dem Einfluss von Drogen.

Jetzt beginnen in der kleinen Gemeinde nördlich von Rom die Aufräumarbeiten. Wie Bürgermeister Bigiotti mitteilte, seien inzwischen keine Partyteilnehmer mehr auf dem Gelände.

Ähnliches ist jüngst auch in Kroatien passiert. Nach einem Musikfestival in Kroatien und die Rückkehr der Teilnehmer explodieren derzeit die Infektionszahlen im bayerischen Landkreis Dachau. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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