Österreich zieht Notbremse

Corona-Krise: RKI stuft Belgien und Niederlande zu Hochrisikogebieten ein

Zu sehen sind die Landesflaggen von Belgien sowie der Niederlande und der Hinweis auf einem Banner, eine Maske zu tragen.
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Das Robert Koch-Institut (RKI) erklärt sowohl Belgien als auch weite Teile der Niederlande zum Corona-Hochrisikogebiet. (kreiszeitung.de-Montage)

Die Corona-Krise hat Deutschland fest im Griff. Und die Nachbarländer? Belgien und Holland werden neu eingestuft – Österreich zieht die Notbremse.

Amsterdam/Brüssel – Dramatisch steigende Corona-Infektionszahlen lassen keinen anderen Schritt zu: Belgien und ein Großteil der Niederlande gelten ab Sonntag, 21. November 2021, als Hochrisikogebiete. Das teilt das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag, 19. November, mit. Zudem fallen auch das beliebte Urlaubsziel Griechenland* sowie Irland in diese Kategorie.

Behörde:Robert Koch-Institut
Hauptsitz:Berlin
Gründung:1. Juli 1891
Staatliche Ebene:Bund
Stellung:selbstständige Bundesoberbehörde
Aufsichtsbehörde:Bundesministerium für Gesundheit
Behördenleitung:Präsident: Lothar H. Wieler; Vizepräsident: Lars Schaade
Haushaltsvolumen: 108 Millionen Euro (Haushaltsjahr 2020)

Robert Koch-Institut (RKI) verkündet neue Corona-Hochrisikogebiete: Belgien, Niederlande, Griechenland und Irland

Wie die dpa berichtet, sind von dieser Corona-Einstufung im Fall der Niederlande die Überseegebiete Aruba, Curacao und Sint Maarten ausgenommen. Es gilt: Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und weder vollständig geimpft noch genesen ist*, muss sich für zehn Tage in Quarantäne begeben. Von dieser kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test befreit werden.

Doch gibt es auch einige Länder, die ab 21. November von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen werden. Hierzu zählen Französisch Guayana, Neukaledonien, Costa Rica, Guatemala, Guayana und Suriname. Zur Erinnerung: In der Europäischen Union (EU) hatte es im diesjährigen Spätsommer zwischenzeitlich gar keine Corona-Hochrisikogebiete mehr gegeben.

Doch sind nicht allein die Infektionszahlen für diese vom RKI vorgenommene Einstufung ausschlaggebend. Weitere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Aus- und Belastung des Gesundheitssystems, aber auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Zahl der Corona-Patienten und Inzidenz in Belgien beträchtlich angestiegen

Wird ein Land oder eine Region als Hochrisikogebiet eingestuft, geht dies automatisch mit einer Reisewarnung des Auswärtigen Amts (AA) einher. Hiermit wird Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen erleichtert. Einem Reiseverbot kommt diese Einstufung aber nicht gleich.

In Belgien hatte sich die Corona-Lage zuletzt enorm zugespitzt. Erst am 17. November wurden die Pandemie-Auflagen durch die Regierung verschärft, um zumindest einen vollen Lockdown verhindern zu können. Nach dpa-Informationen ist die Zahl der Patienten, die täglich mit einer Covid-Infektion ins Krankenhaus kommen, zuletzt um 52 Prozent gestiegen. Zudem werden die Intensivstationen immer voller. Grundsätzlich sind aber 75 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft.

Corona-Inzidenz in den Niederlanden auf über 600 angestiegen – – Niederlande verhängt Teil-Lockdown aufgrund von Covid-19

Doch auch in den Niederlanden verschlechtert sich die Corona-Lage weiterhin. Die Sieben-Tage-Inzidenz war auf den Wert von 628 angestiegen. Aufgrund dieses rasanten Anstiegs der Corona-Inzidenz in Holland hatte die Regierung erst am zweiten November-Wochenende einen Teil-Lockdown wegen Covid-19 verhängt. Fortan gelten Kontaktbeschränkungen sowie kürzere Öffnungszeiten für Gaststätten und Geschäfte. Zudem kommt es zur Rückkehr von Maskenpflicht und der Abstandsregel von mindestens 1,5 Metern.

Österreich geht in den Lockdown – und fordert bundesweite Impfpflicht ab Februar 2022

Das Nachbarland von Bayern, wo Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine Sperrstunde verhängt*, zeigt sich in seinen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie noch drastischer. Denn Österreich zieht die Corona-Notbremse und geht ab Montag, 22. November, in einen bis zum 13. Dezember befristeten Lockdown. Zumindest für Geimpfte und Genesene soll der Lockdown an diesem Stichtag enden. Für Ungeimpfte werde er weitergehen, heißt es von Kanzler Alexander Schallenberg.

Zudem beabsichtigt Österreich, als erstes Land in der EU eine Corona-Impfpflicht einzuführen, die ab Februar 2022 gelten soll. Denn: „Wir wollen keine fünfte Welle, wir wollen keine sechste und siebte Welle“, heißt es von Schallenberg. Der Lockdown hat auch zur Folge, dass die Skisaison voraussichtlich erst Mitte Dezember starten kann.

Was bedeutet der Lockdown aber für die österreichische Gesamtgesellschaft? Das Haus darf nur aus zwingenden Gründen verlassen werden. Hierzu zählen der Arbeitsweg, Einkäufe für den täglichen Bedarf, der Gang zur Apotheke oder zum Arzt, aber auch der Aufenthalt im Freien zur Erholung. * kreiszeitung.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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