Coronavirus-Pandemie

Corona in Italien: In dieser Urlaubsregion gelten striktere Regeln

In Italien steigen Corona-Zahlen weiter. Eine Urlaubsregion muss nun erstmals seit Juni die Regeln verschärfen. Dort liegt die Inzidenz fast bei 200.

Roma – Aufgrund steigender Inzidenz-Zahlen gelten in Italien seit Anfang August strengere Corona-Regeln. So muss jeder, der den Innenraum eines Restaurants oder einer Bar, ein Museum oder ein Fitnessstudio betreten möchte, ein Impfzertifikat – den sogenannten Green Pass – vorzeigen. Der digitale Nachweis wird an Menschen ausgestellt, die älter als 12 Jahre sind und mindestens einmal geimpft wurden, von Corona genesen oder in den vergangenen 48 Stunden negativ getestet worden sind.

Land:Italien
Hauptstadt:Rom
Einwohner: 60 Millionen
Regierungschef:Mario Draghi
Staatspräsident: Sergio Mattarella

Trotz heftiger Kritik, insbesondere vonseiten der Gastronomen, die Umsatzrückgänge ausgerechnet in der Urlaubszeit bemängeln, bereitet die italienische Regierung bereits die nächste Verschärfung in Sache Green Pass vor. Ab 1. September gilt die Nachweis-Pflicht auch bei nationalen Flügen und längeren Bahnreisen, sowie auf Überlandbussen, Schiffen und Fähren.

Trotz strengerer Regeln geht allerdings die Inzidenzzahl in Italien weiter in die Höhe.

Corona-Inzidenz in Italien: Beliebte Urlaubsregion muss Regeln verschärfen

Aktuell liegt die Zahl der Neuinfektionen in Verbindung mit dem Coronavirus pro 100.000 Menschen binnen einer Woche bei 75,5. Zum Vergleich: Anfang Juli betrug die Sieben-Tage-Inzidenz noch 7,4.

Aktuell gelten alle Regionen Italiens als „weiße Zone“, dort gelten also kaum Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie. Erstmals seit Ende Juni muss nun allerdings eine Region strengere Corona-Regeln erlassen. Sizilien wird ab Montag zur „gelben Region“ deklariert. Die Entscheidung wurde am Freitag, 27. August vom italienischen Gesundheitsminister Roberto Speranza auf Twitter bestätigt. Bereits im Vorfeld schien sie unumgänglich angesichts der Inzidenzzahlen und der Hospitalisierungsrate.

Der Strand von Cefalù auf Sizilien ist ein beliebter Urlaubsort. Die Region in Italien muss die Corona-Regeln verschärfen.

So beläuft sich die Sieben-Tage-Inzidenz auf Sizilien aktuell auf 186,27. Der Höchstwert, bei dem eine Region noch als „weiße Zone“ gilt, liegt bei 150. Elf Prozent der Intensivbetten sind momentan belegt (Grenzwert: 10 Prozent). Außerdem stieg die Zahl der Neuinfektionen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in der vergangenen Woche um 33 Prozent.

Corona-Urlaub in Italien: Sizilien hat die niedrigste Impfquote im Land

Sizilien ist mit etwa 1.400 Fällen in den vergangenen 24 Stunden die Region mit den meisten Neuinfektionen in Italien. 55,2 Prozent der Einwohner der Insel sind mittlerweile vollständig geimpft. Das ist der niedrigste Wert unter allen italienischen Regionen. 78 der 102 Patienten, die aktuell im Krankenhaus intensiv betreut werden, seien nicht geimpft, schrieb der Präsident der Region Sizilien, Nello Musumeci, auf Facebook.

Laut einer Untersuchung der gemeinnützigen Stiftung „Gimbe“ ging im August in Italien die Zahl der Corona-Impfungen um 66 Prozent zurück. 3,5 Millionen Menschen über 50 haben nicht mal die erste Corona-Impfung erhalten.

Corona-Inzidenz in Italien: Das gilt für die „Gelbe Zone“

In einer „gelben Zone“ gelten etwas strengere Regeln. Die wichtigste Änderung: Die Maskenpflicht im Freien wird wieder eingeführt. Die Innenbereiche der Restaurants bleiben zwar geöffnet, am selben Tisch dürfen allerdings maximal vier Menschen Platz nehmen. Die einzige Ausnahme gilt hier für Personen aus demselben Haushalt. Ein Mindestabstand von einem Meter muss gewährt werden.

Ab 1. September gelten in Italien verschärfte Regeln für den Green Pass.

Für alle weiteren Bereiche des öffentlichen Lebens, wie Läden oder Museen, bleiben die Regeln unverändert im Vergleich zur sogenannten „weißen“ Zone.

Corona-Lage in Italien: Auch Sardinien könnte zur gelben Zone wechseln

Neben Sizilien könnte bald auch eine weitere Urlaubsregion zur gelben Zone deklariert werden. Auf Sardinien sind momentan 12 Prozent der Intensivbetten belegt. Im Unterschied zu Sizilien sollte allerdings die Insel zunächst weiterhin als weiße Zone gelten. Eine Änderung wäre dann frühestens in der nächsten Woche möglich.

Wer nach Italien einreist, braucht laut Auswärtigem Amt nicht nur ein Impf-Zertifikat, sondern auch ein Einreiseformular. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

(Artikel aktualisiert am 27. August um 18:41 Uhr)

Rubriklistenbild: © Ingo Schulz/Imago

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