Zunahme schwerer Schweinegrippe-Fälle vermutet

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Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Jörg Hacker rechnet mit einer Zunahme von Schweinegrippe-Fällen.

Frankfurt/Main - Die Zahl und die Schwere der Fälle von Schweinegrippe werden nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Deutschland zunehmen.

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Impfstoffe ab Mitte Oktober erhältlich

Das erklärte RKI-Präsident Jörg Hacker am Freitag im Deutschlandradio Kultur. Der Molekularbiologe warnte davor, sich von den bisher meist milden Krankheitsverläufen und geringen Fallzahlen in Deutschland dazu verleiten zu lassen, H1N1 zu unterschätzen. Das Virus habe das Potenzial, sich zu verändern und weiter zu entwickeln. “Insofern müssen wir uns auf das Nötige vorbereiten, und das tun wir“, sagte Hacker. Der RKI-Präsident wies Kritik zurück, der Impfstart Ende Oktober sei zu spät. Man müsse berücksichtigen, dass man erst Ende April, Anfang Mai mit dem neuen Virus konfrontiert worden sei. Kritik an der Impfung wies Hacker gleichfalls zurück. “Impfung ist bei Infektionskrankheiten ja immer die beste Form der Prävention“, sagte er.

Kritik an Impfaufrufen

Dem widersprach der Ärztliche Direktor des Gemeinschaftskrankenhauses Witten-Herdecke, Stefan Schmidt-Troschke, der sich zugleich gegen die wieder lauter werdenden Impfaufrufe von Politikern wandte. “Hier treffen Politiker Entscheidungen, die im Einzelfall einen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit bedeuten“, sagte Schmidt-Troschke der “Frankfurter Rundschau“. Aus seiner Sicht wurde der Impfstoff “in einem ultraverkürzten Zulassungsverfahren als Massenprodukt auf den Markt geworfen“. Der Mediziner, der zugleich Vorsitzender des Vereins Ärzte für individuelle Impfentscheidung ist, warnte: “Die Studienlage entspricht nicht dem generellen Sicherheitsstandard.“

Auswirkungen der Verstärker laut Kritikern unklar

Der Impfstoff enthalte Verstärker, die das Immunsystem der bei der relevanten Zielgruppe, nämlich junge Menschen, Schwangere und Kinder, stark schwächen könne. Das sei “grob fahrlässig und gefährlich“. Völlig unklar sei zum Beispiel, ob dadurch nicht Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden könnten. Die USA seien zum Beispiel viel vorsichtiger, sagte Schmidt-Troschke. Dort enthalte der Impfstoff keine Verstärker und das Mittel sei so viel schonender für das Immunsystem. Für den Impf-Kritiker ist die neuerliche Debatte typisch für Deutschland: “Der Staat macht bei der Schweinegrippe kostenlose Werbung für die Pharmaindustrie.“

ap

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