Keine Gesundheitsgefährdung durch Energy-Cola

Frankfurt/Main - Die in Red Bull Cola gefundenen Kokainspuren gefährden nicht die Gesundheit. Das ist das Ergebnis einer ersten Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

“Aufgrund des sehr geringen Gehalts an Kokain in diesem Getränk ist keine Gesundheitsgefährdung zu erwarten“, erklärte eine Sprecherin. Ob die Cola weiter verkauft werden dürfe, müssten aber die jeweiligen Landesbehörden entscheiden. In Deutschland gibt es bislang keinen Grenzwert für Kokain. Der Stoff unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz und ist verboten. Das nordrhein-westfälische Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit hatte laut BfR eine Konzentration von 0,13 Mikrogramm Kokain in einer Dose Red Bull Cola nachgewiesen.

Bezogen auf einen Liter bedeute dies eine Menge von 0,4 Mikrogramm. Damit Kokain, das ein natürlicher Inhaltsstoff des für die Herstellung der Cola verwendeten Koka-Blätter ist, seine unerwünschten Nebenwirkungen auf das zentrale Nervensystem und das Herz-Kreislauf-System entfalten könnte, wäre laut BfR die 7.000-fache Konzentration notwendig.

Dieser sogenannte Sicherheitsabstand ist bei einem “Vielverzehrer“ so hoch. Bei einer sogenannte mittleren Aufnahme müssten sogar die 20.000-fache Dosis aufgenommen werden, bevor gesundheitliche Schäden zu befürchten seien, erklärte die BfR-Sprecherin. Dem Bundesverbraucherschutzministerium wurde den Angaben zufolge diese erste Einschätzung zugeleitet. Ein ausführlicher Bericht folge am Mittwoch.

AP

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