76 Wuppertaler steckten stundenlang fest

Ermittlungen nach Schwebebahn-Unfall

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Ein etwa 100 Meter langes Stück der Schwebebahn-Stromschiene war auf mehrere Autos gefallen.

Wuppertal - Nach dem Betriebsunfall, bei dem Fahrgäste der Wuppertaler Schwebebahn stundenlang in dem hängenden Zug feststeckten, bleibt das weltbekannte Transportmittel erst einmal außer Betrieb.

Bei dem Zwischenfall am Donnerstagabend waren zwei Fahrgäste und ein Autofahrer leicht verletzt worden, wie eine Polizeisprecherin am Freitag mitteilte. Die Wuppertaler Staatsanwaltschaft leitete nach Angaben eines Sprechers ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt ein. Die Behörde prüft einen Anfangsverdacht auf fahrlässige Körperverletzung.

Die Polizei war am Donnerstag gegen 18.30 Uhr von dem Betriebsunfall informiert worden. Die Stromleitschiene hatte sich vom Gerüst der Schwebebahn gelöst und war teilweise gerissen. Dabei schlug sie auf vier fahrende und zwei geparkte Autos auf. Zeitgleich stoppte der Schwebebahnzug etwa 500 Meter vor einer Haltestelle und konnte nicht weiterfahren. Die 75 Fahrgäste und der Fahrer saßen teils mehrere Stunden in dem hängenden Zug fest. Sie wurden nach und nach mit Drehleitern gerettet.

"Wir haben heute Abend gleich mehrere Schutzengel gehabt", erklärte der Wuppertaler Oberbürgermeister Peter Jung (CDU) unmittelbar nach dem Zwischenfall. "Nicht auszudenken, was hätte passieren können."

Warum sich die Stromschiene von dem Gerüst gelöst hatte, war nach Angaben eines Sprechers der Wuppertaler Stadtwerke auch am Freitag zunächst weiter unklar. Zur Klärung der Unfallursache schaltete die Staatsanwaltschaft einen Sachverständigen ein.

Die Wuppertaler Schwebebahn ist weltweit einzigartig, sie gilt als Wahrzeichen der Stadt. Im April 1999 waren bei einem schweren Schwebebahn-Unfall fünf Menschen getötet und 45 verletzt worden. Zwei vollbesetzte Waggons sprangen damals aus der Führungsschiene und stürzten acht Meter tief in die Wupper.

afp

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