Ein Wolf in Mittelhessen? - Polizei rätselt

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Gemeinsam mit ihrem Hund "Juna" sucht die Biologin und Wolf-Expertin Susanne Jokisch in einem Wald bei Gießen nach Spuren eines Wolfes, der sich nach Angaben von Spaziergängern verletzt in den Wald geschleppt haben soll.

Gießen - In Hessen wird derzeit nach einem verletzten Wolf gefahndet. Ein Fußgänger will das Tier am Montagnachmittag bei Langgöns gesehen haben.

Auch eine Polizeistreife und ein Jagdpächter berichteten, sie hätten einen Wolf gesehen. Eine Biologin vom Landesbetrieb Hessenforst suchte die Gegend am Dienstag ab, fand aber keinen Hinweis auf den Räuber.

Was tun, wenn ich einem Wolf begegne?

Wie soll ich mich verhalten, wenn ich einem Wolf begegne? Je mehr sich die Tiere in Deutschland ausbreiten, umso wichtiger wird es, das richtige Verhalten in so einem Fall zu kennen. © dpa-tz
Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschft betont auf ihrer Homepage: "Mit dem Auftauchen von Wolf und Bär in Bayern muss jederzeit gerechnet werden. Dies gilt umso mehr, weil die Zahl der Wölfe in den Südalpen und Ostdeutschland stetig steigt (...)."  © dpa/dpaweb
Ratschläge für den richtigen Umgang mit einem Wolf gibt etwa die Wolfsregion Lausitz auf ihrer Homepage (http://www.wolfsregion-lausitz.de/faq). © dpa
Eine zufällige Begegnung von Mensch und Wolf, etwa beim Pilzesuchen im Wolfsgebiet, ist sehr selten, da Wölfe den Menschen meist zuerst bemerken und sich dann nicht zeigen. © dpa-mzv
Dennoch ist sie, beispielsweise bei ungünstigen Windverhältnissen, nicht gänzlich auszuschließen. © dpa
Deutlich wahrscheinlicher ist im Wolfsgebiet aber eine zufällige Beobachtung vom Auto aus, wenn ein Wolf nachts eine Straße überquert. © dpa
Grundsätzlich gilt: Wenn Sie einen Wolf sehen, verhalten Sie sich bitte ruhig. © dpa
Bleiben Sie stehen und halten Sie Abstand. © picture-alliance/ dpa
Sprechen Sie das Tier ruhig an, falls es noch nicht auf Sie aufmerksam geworden ist. © dpa
Bevor es (vermutlich rasch) verschwindet, versuchen Sie sich sein Aussehen gut einzuprägen und melden Sie die Sichtung. © picture-alliance/ dpa
Von einem gesunden wildlebenden Wolf geht in der Regel keine Gefahr aus, denn der Mensch zählt nicht zu seiner natürlichen Beute. © dpa
Wölfe meiden normalerweise Begegnungen mit Menschen. © picture alliance / dpa
Sie reagieren auf Menschen mit äußerster Vorsicht und in der Regel nicht aggressiv. © dpa
Berichte über Angriffe aus früheren Jahrhunderten, lassen sich zum größten Teil auf tollwütige Wölfe zurückführen. © dpa
Die instinktive Vorsicht, die gesunde Wölfe vor Menschen haben, kann verloren gehen, wenn die Tiere zum Beispiel über lange Zeit gezielt angefüttert werden. © dpa
Eine daraus resultierende Gewöhnung kann zu problematischen Verhalten führen. © picture alliance / dpa
Weiter heißt es auch: Wölfe können nicht zwischen wildlebenden und domestizierten Huftieren unterscheiden. © picture alliance / dpa
Treffen sie bei ihren Streifzügen auf unzureichend geschützte Nutztiere, zum Beispiel eine Schafherde, ergreifen sie meist ihre Chance auf diese ungewöhnlich leicht zu überwältigende Beute. © picture alliance / dpa

Es sei möglich, dass es sich um einen Jungwolf handele, der hunderte Kilometer weit aus Sachsen zugewandert ist, vermuten Naturschützer. Mehr als 100 Wolfswelpen wurden dort in den vergangenen Jahren geboren. Im Reinhardswald bei Kassel lebt bereits seit mehreren Jahren ein einzelner Wolfsrüde, der aus Ostdeutschland zugewandert ist.

dpa

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