Todesopfer, Stau, Flug-Ausfälle

Schnee und Eis bremst Verkehr weiter aus

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Im Norden und Osten des Landes staute sich der Verkehrs teils kilometerweit.

Berlin - Schnee und Eis haben Verkehrsteilnehmern in vielen Teilen Deutschlands auch am Dientag zu Schaffen gemacht. Bei einen Unfall in Brandenburg starben drei Menschen.

Im Norden und Osten des Landes staute sich der Verkehrs teils kilometerweit auf den Straßen, am Flughafen in Frankfurt am Main fielen am Dienstag rund 120 Flüge aus. Nach mehr als 1.000 Ausfällen in den vergangenen Tagen normalisierte sich der Verkehr auf Deutschlands größtem Flughafen wieder. Derweil zählte die Bahn wegen des Wetters mehr Kunden.

Bei einem Unfall auf der Autobahn 13 im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald kamen am Dienstagmorgen drei Menschen ums Leben. Der Fahrer eines Kleinwagens war mit hoher Geschwindigkeit im Berufsverkehr unterwegs, wie die Polizei mitteilte. An einem Stauende konnte der 28-Jährige auf der glatten Fahrbahn nicht mehr rechtzeitig bremsen, woraufhin sein Wagen unter den Anhänger eines stehenden Lastwagens rutschte. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Auto unter den Lkw gepresst. Der Fahrer sowie zwei weitere Insassen starben noch am Unfallort.

Drei Verletzte bei Kollision mit Bus

Im thüringischen Nordhausen rutschte ein Autofahrer auf schneeglatter Fahrbahn in den Gegenverkehr und kollidierte mit einem Schulbus. Dabei wurden drei Menschen verletzt. Die 15 Kinder in dem Bus blieben unversehrt. Am stärksten betroffen war wie bereits am Montag die Autobahn 4 bei Eisenach. Dort wurden am Dienstag bei einer Karambolage in den Morgenstunden drei Menschen verletzt. In den Unfall auf der Werratalbrücke waren nach Polizeiangaben zwei Lastwagen und sechs Autos verwickelt. Die Autobahn musste gesperrt werden. In der Folge staute sich der Verkehr 13 Kilometer weit.

Schneefälle und Glätte haben auch in Niedersachsen zu Unfällen und Staus geführt. Allein im Emsland wurden laut Polizei am Dienstag nahezu 60 wetterbedingte Unfälle gemeldet. Dabei wurde ein Autofahrer lebensgefährlich verletzt, weitere drei Personen wurden schwer verletzt, 17 erlitten leichte Verletzungen. Im Landkreis sowie in der Stadt Celle krachte es zwölf Mal, vier Personen wurden leicht verletzt. Nach Angaben der Autobahnpolizei kam es auf den niedersächsischen Autobahnen A 1, 28 und 29 von Montagnachmittag bis Dienstagmorgen zu zwölf Unfällen. Nach einem Unfall auf der Autobahn 30 Richtung Niederlande war die Autobahn für sechs Stunden voll gesperrt.

Gefreut haben sich lediglich die niedersächsischen Schüler. Wegen der extremen Witterungsverhältnisse fiel am Dienstag an zahlreichen Schulen der Unterricht aus.

Zugausfälle und Verspätungen bei Berliner S-Bahn

In Berlin brachten die eisigen Temperaturen den einmal mehr den Bahnverkehr durcheinander. Eine Weichenstörung bei der Berliner S-Bahn führte zu Zugausfällen und Verspätungen, wie ein Sprecher des Unternehmens sagte. Einzelne Verspätungen gab es auch bei der Ringbahn.

Insgesamt kommt die Deutsche Bahn laut eigenen Angaben mit Eis und Schnee besser zurecht als in früheren Jahren. „Das System läuft bis auf einige Verspätungen“, sagte eine Bahnsprecherin - nach drei Tagen mit starkem Frost und Schneefall beinahe bundesweit. Nur die Höchstgeschwindigkeit der Züge sei auf 200 Stundenkilometer begrenzt worden. In früheren Jahren war es nach Wintereinbrüchen mehrfach zum Chaos bei der Bahn gekommen: Züge konnten wegen gefrorener Weichen nicht aus den Depots fahren, Oberleitungen waren vereist, Gäste saßen in den Zügen fest.

Das Winterwetter treibt zusätzliche Passagiere in die Bahn. „Unsere Züge sind deutlich voller. Das gilt vor allem für Strecken, die an großen Flughäfen vorbeiführen“, sagte ein Bahnsprecher in Berlin. Für konkrete Zahlen sei es aber noch zu früh. Die Lufthansa hatte bei Reisezielen innerhalb Deutschlands zum Umsteigen in den Zug geraten.

Frankfurter Flughafen kehrt zu Normalbetrieb zurück

Der Frankfurter Flughafen rechnete nach dem Wetterchaos der vergangenen Tage nur noch mit leichten Störungen im Betriebsablauf. Bis zum Abend wurden etwa 120 Flüge gestrichen, wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport auf dapd-Anfrage sagte. Der Flugverkehr in Frankfurt sollte ab Mittwoch in den „winterlichen Normalbetrieb übergehen, wenn es keine bösen Überraschungen mehr gibt“, sagte der Fraport-Sprecher. Wegen der Enteisung der Start- und Landebahnen werde es zwar noch zu leichten Verzögerungen kommen, aber nicht zu derart starken Flugausfällen mit mehr als 1.000 gestrichenen Flügen am Sonntag und Montag.

Trotz einer leichten Verbesserung der Wetterlage kann es laut Deutschem Wetterdienst auch in den kommenden Tage weiterhin glatt werden. Gebietsweise fällt etwas Schnee, aber nicht mehr in größeren Mengen. Auch Glätte durch überfrierende Nässe ist möglich. Örtlich kann sich Nebel bilden. Es bleibt weiterhin frostig.

dapd

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