Wildernde Hunde treiben 67 Schafe in den Tod

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Zwei hunde haben in Weil am Rhein einen schweren Bahnunfall verursacht, 67 Schafe starben dabei.

Weil am Rhein - Wildernde Hunde haben am Kaiserstuhl einen dramatischen Bahnunfall verursacht. Dabei starben 67 Schafe.

Eine Schafherde brach am frühen Montagmorgen nahe der Ortschaft March-Hugstetten in Panik vor den beiden Hunden aus ihrem Pferch aus und rannte orientierungslos auf ein Bahngleis, wo die Tiere mit einem Güterzug kollidierten, wie die Bundespolizei Weil am Rhein mitteilte. Zahlreiche Schafe wurden durch Hundebisse oder den Zusammenstoß mit dem Zug verletzt oder getötet, insgesamt wurden 67 tote Tiere gezählt.

Menschen kam bei dem Unfall nicht zu Schaden. Zum Zusammenstoß mit dem Zug, der von Gottenheim nach Freiburg fuhr, kam es laut Polizei gegen 4.30 Uhr. “Die Einsatzkräfte sprachen von einem Schlachtfeld und einem sehr unappetitlichen Anblick“, sagte der Sprecher der Bundespolizei, Thomas Gerbert. Zunächst war unklar, wieso die Tiere offenbar in Panik auf die Gleise rannten. Im Laufe der Ermittlungen stellte sich dann heraus, dass die Tiere von zwei aggressiven Hunden, einem Husky und einem spanischen Mischlingshund, aufgeschreckt worden waren.

Die beiden Hunde, die einem Paar gehören, hatten schon im Januar auf einem anderen Grundstück mehrere Schafe gerissen. Ihren Besitzern waren danach von mehreren Behörden Auflagen gemacht worden, wie Gerbert dem DAPD sagte. Dennoch wilderten sie nun erneut. Die Hundehalter müssen neben den polizeilichen Ermittlungen mit hohen Schadenersatzforderungen rechnen. Der vorläufige Schaden beläuft sich auf rund 9.000 Euro.

Bahnstrecke gesperrt

Nach dem Unfall waren Landes- und Bundespolizei mit mehreren Streifen vor Ort, außerdem waren die Feuerwehr, ein Notfallmanager der Deutschen Bahn und zwei Tierärzte im Einsatz. Die im Berufsverkehr stark genutzte S-Bahn-Strecke zwischen Breisach und Freiburg war während der Bergungsarbeiten zwischen Gottenheim und March-Hugstetten voll gesperrt und konnte erst kurz vor 7.00 Uhr wieder freigegeben werden. Während der Sperrung wurde Schienenersatzverkehr eingerichtet. Der verunglückte Zug konnte seine Fahrt fortsetzen.

Vor knapp zwei Jahren, am 27. April 2008, war ein ICE kurz vor dem Landrückentunnel, dem mit fast elf Kilometern längsten Eisenbahntunnel Deutschlands, bei mehr als Tempo 200 in eine Schafherde gerast und entgleist. Damals wurden 19 Menschen verletzt und zahlreiche Schafe getötet.

DAPD

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