Experte nennt konkretes Datum

Schneebombe im Anflug: November bringt Winter-Wetter in Deutschland

Deutschland könnte sich noch im November mit reichlich Schnee, Frost und Glätte konfrontiert sehen. Ein Experte gibt eine Wettervorhersage für den Winter 2021 ab.

Berlin – Die Tage werden kürzer, die Temperaturen schellen rapide nach unten. Keine Frage: Der Winter nähert sich mit großen Schritten. Doch noch sieht sich Deutschland mit regnerischem Wetter und stürmischen Böen konfrontiert. Von Schnee fehlt noch jede Spur. Das könnte sich jedoch flugs ändern, wie Diplom-Meteorologe Domink Jung prognostiziert.

Behörde:Deutscher Wetterdienst
Hauptsitz:Offenbach am Main
Gründung:1952
Staatliche Ebene:Bund
Aufsichtsbehörde:Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Behördenleitung:Gerhard Adrian; (Präsident, Vorsitzender; des Vorstands und Vorstandssprecher); Renate Hagedorn

Wintereinbruch 2021: Meteorologe Dominik Jung rechnet noch im November mit Schneefall in Deutschland

Der diesjährige Wintereinbruch, der sich verzögert hat, soll laut Wetterexperte und Meteorologe Dominik Jung bereits ab Montag, 22. November 2021, stattfinden. So macht sich bereits zu Beginn der Woche eine Kaltfront von Nordwesten bemerkbar. Dann sinken sowohl die Temperaturen als auch die Schneefallgrenze in den östlichen Mittelgebirgen sowie entlang der Alpen. Dabei würden sich die Temperaturen unterhalb der 10-Grad-Marke bewegen, was auch auf den abgedrängten Polarwirbel zurückzuführen sein konnte.

Schon im November erwarten Experten in Niedersachsen eine Schneebombe.

Zwar werden die Temperaturen für Mittwoch, 24. November, noch deutlich zu warm für diese Jahreszeit vorausgesagt. Doch rechnet das europäische Wettermodell mit einer „Kältezunge“ in Deutschland. Das erklärt der „wetter.net“-Experte Dominik Jung. Die angesprochene „Kältezunge“ würde die Bundesrepublik dann tags darauf erreichen. Einen expliziten Zusammenhang mit dem La Niña-Wetterphänomen, welches das Wetter in Deutschland mit sibirrscher Kälte, Frost und Glätte stark beeinflussen könnte, allerdings nicht.

Schneebombe auf dem Vormarsch: Europäisches Wettermodell berechnet Wahrscheinlichkeit für den Wintereinbruch

„Nächste Woche Freitag, da berechnet das europäische Wettermodell eine Schneebombe“, heißt es von Diplom-Meteorologe Jung. Das gelte vor allem für das Wetter im Südosten Deutschlands. Denn Jung zufolge wären hier einige Zentimeter Neuschnee möglich. Und diese Wettervorhersage gilt sogar fürs Flachland.

De facto ist auf den Wetterkarten des europäischen Modells von Freitag, 26. November, bis Samstag, 27. November, eine geschlossene Schneedecke in dieser Wetterprognose von bis zu 20 Zentimeter zu sehen – in erster Linie im Südosten des Landes. Doch auch in anderen Landesteilen gen Norden – möglicherweise sogar bis nach Niedersachsen und Bremen – könnte es letztendlich „zwei, drei, vier Zentimeter an Schnee geben“, merkt Jung an. Ob dieses Wetter in Deutschland dann auch extreme Glätte und eine Kälte-Peitsche bereits im November mitsichbringt, ist hingegen ungewiss.

Wetter in Deutschland: Kaltluft lässt Genua-Tief im Schatten der Alpen entstehen – dies kann zu extremen Schneefällen führen

Doch muss auch berücksichtigt werden, dass die Wettervorhersage hinsichtlich des Wintereinbruchs in Deutschland „mit Vorsicht zu genießen“ sei. Denn die Wetterprognose mit Schneedecke vom europäischen Wettermodell sei nicht sehr genau – und die Wetterlage könnte sich bis dahin noch deutlich verändern. Ähnlich ordnete auch Wetterexperte Paul Heger einen möglichen Eiswinter 2021 ein, als er von einer möglichen „Schnee- und Kälte-Klatsche“ berichtete.

Experten rechnen mit einer „Schneebombe“ in Deutschland, die schon im November einsetzen könnte. (Archivbild)

Indes spricht „Focus Online“ von der sogenannten „5b-Lage“. Gemeint ist hiermit, dass die aufziehende Kaltluft auch Frankreich und Spanien trifft, wodurch sich im Windschatten der Alpen ein Genua-Tief bildet – oder vielleicht sogar zwei. In diesem Szenario kann es zu extremen Stauschneefällen an den Alpen und am Erzgebirge kommen.

Und dieses Phänomen wird als 5b-Wetterlage bezeichnet. Problematisch ist jedoch, dass sich warme Mittelmeerluft und kalte Polarluft mischen und an den Gebirgen stauen. Bei solchen Wetterlagen kommt es gemeinhin immer zu viel Niederschlag – in diesem Fall in Form zu Schnee.

Mögliches Wetter-Szenario für Deutschland: Bis zu 40 Zentimeter Schnee Anfang Dezember könnte heftigen Wintereinbruch herbeiführen

Generell ist es jedoch nur schwer abzuschätzen, wie lange sich der mögliche Schnee und der damit verbundene Wintereinbruch in Deutschland hält. Da die Temperaturen bis Anfang Dezember jedoch erstmal kalt bleiben sollen, könnte der Schnee länger liegen bleiben.

Laut „Focus Online“ prognostizieren verschiedene Wettermodelle Schnee für die letzte Novemberwoche. Es wird von bis zu 40 Zentimeter Schnee ausgegangen. Doch kann auch hier von keiner belastbaren Wettervorhersage gesprochen werden. Hingegen scheint die Wetterprognose für weiße Weihnachten immer realistischer zu werden, auch wenn der Schnee zum ersten Advent noch in den Sternen steht.* kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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