Gewitter

Nach Hitze-Wochenende folgt der Temperatursturz - aber dann ...

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Ein Blitz erhellt den Berliner Nachthimmel.

Offenbach - Deutschland schwitzte am Wochenende bei hohen Temperaturen. Doch damit ist am Montag erst mal Schluss - dank eines Wetterumschwungs.

Nach dem Hitzewochenende hat es sich in weiten Teilen Deutschlands abgekühlt. Der Wetterumschwung mit nächtlichen Gewittern dürfte die Höchsttemperaturen heute auf Werte zwischen 20 Grad an der Nordsee und 28 Grad am Oberrhein drücken, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte.

Mit 37,9 Grad war in Saarbrücken-Burbach am Samstag der bislang heißeste Tag des Jahres in Deutschland gemessen worden. Extreme Unwetter blieben Deutschland in der Nacht zum Montag erspart. Nur punktuell sei es zu starken Böen, heftigem Regen und kurzen Gewittern gekommen, sagte ein DWD-Meteorologe.

Sturmböe weht Dach von Lagerhalle fort

Im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt wehte eine heftige Sturmböe das komplette Dach einer 1600 Quadratmeter großen Lagerhalle fort. In Mecklenburg-Vorpommern führte ein während eines Sturms auf die Straße gestürzter Baum zu einem Autounfall mit einer Schwer- und einem Leichtverletzten.

Für die kommenden Tage kündigt der DWD wieder herrliches Sommerwetter an - mit geringer Unwettergefahr. Einzig in Niederbayern könne es am Montag noch zu Gewittern kommen. Ansonsten sei bis Samstag wieder mit Temperaturen bis zu 30 Grad zu rechnen.

Hitze-Tipps: Finger weg von eiskalten Getränken!

Einen über den Durst trinken. Aber bitte nur Wasser! „An heißen Tagen braucht der Körper mindestens drei Liter Flüssigkeit“, sagt der Münchner Arzt Dr. Nikolaus Frühwein. © dpa
Da der Körper bei Hitze mehr Natrium verbraucht, natriumreiches Mineralwasser trinken und beim Essen eine Extraprise Kochsalz verwenden. © dpa
Finger weg von eiskalten Getränken! Die bewirken eher Magen-Darm-Verstimmungen als Abkühlung. Besser sind lauwarmer Zitronentee oder ungekühlte Schorlen. © dpa
Ein Gläschen Weißwein oder eine Mass Bier sind auch im Hochsommer erlaubt. Aber Vorsicht: „Alkohl verstärkt die Verdunstung. Deshalb nicht tagsüber trinken“, rät Frühwein. Oder gleich auf alkoholfreies Weißbier umsteigen. © dpa
Kochen wie die Südeuropäer: Jetzt sollten leichte Gerichte wie Tomaten mit Mozzarella oder Hähnchenfleisch auf dem Speiseplan stehen. „Ein deftiges Wiener Schnitzel lässt sich bei Hitze nur schwer verdauen“, erklärt Frühwein. © picture alliance / AP Images
Durch ständiges Schwitzen verliert der Körper Mineralien. Gegen nächtliche Krämpfe helfen Magnesiumtabletten. © dpa
Wenn die Hitze doch zuschlägt: „Ein Sprung ins kalte Wasser ist keine gute Idee gegen Schwindelgefühl“, sagt Frühwein. Besser mit einem feuchten Handtuch zudecken. © dpa
Luftige Kleidung tragen © dpa
In kühlen Räumen aufhalten © dpa
Ungewohnte körperliche Anstrengung vermeiden © dpa
Keine pralle Sonne, etwa bei der Arbeit im Garten © dpa
Verlängerte Mittagspause machen, Siesta einplanen © dpa

Das Hoch "Gerd" hatte Deutschland am Wochenende eine Hitzewelle beschert wie seit Jahrzehnten nicht in den letzten Augusttagen. In Nordrhein-Westfalen gab es nach DWD-Angaben in den vergangenen 80 Jahren Ende August keine vergleichbare Periode von fünf heißen Tagen.

dpa

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