Hier wird ordentlich gebechert

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Wer kann die Becher am schnellsten stapeln?

Butzbach - Die schnellsten Becherstapler der Welt kämpfen in Butzbach um die Weltmeisterschaft. Beim sogenannten Stacking müssen Pyramiden aus Plastikbechern schnell auf- und wieder abgebaut werden.

Die blauen Plastikbecher fliegen aufeinander. Ein junger Sportler im weißen Deutschland-Trikot stellt nacheinander drei Pyramiden auf. In Sekundenschnelle baut er alle wieder ab und rennt zu seinem Team zurück. Dann ist der nächste Spieler an der Reihe. Im mittelhessischen Butzbach haben sich am Wochenende die besten Becherstapler der Welt getroffen bei der ersten WM dieser Art in Deutschland.

Bei der zweitägigen Weltmeisterschaft im sogenannten Stacking ging es bis zum Sonntag darum, Pyramiden aus Plastikbechern möglichst schnell auf- und wieder abzubauen. Jeder Teilnehmer hat dabei drei Versuche. “Der beste Versuch zählt“, sagt Boris Konrad von der World Sport Stacking Association in Deutschland. Der Verband richtet die WM aus.

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Die Spieler müssen ihre Becher in einer bestimmten Reihenfolge und fehlerfrei aufstellen. Dabei wird die Zeit gemessen. “In den meisten Disziplinen hat der Spieler zwölf Becher“, erklärt Konrad. Acht Disziplinen gibt es. Die Spieler treten nicht nur einzeln, sondern auch im Team gegeneinander an.

Der Geschicklichkeitssport kommt ursprünglich aus den USA. “Eine Lehrerin aus Butzbach hat den Sport Stacking von einem Austausch mitgebracht“, sagt Konrad.

Die Weltmeisterschaften werden zum ersten Mal in Deutschland ausgetragen, es ist bereits ihre zehnte Auflage. Mehr als 250 Sportler aus aller Welt treten bei der WM in Butzbach gegeneinander an. Die jüngste Spielerin ist fünf, die älteste 77 Jahre alt - das ist Waldtraut Deutschmann aus Coburg.

Die 77-Jährige stapelt seit sechs Jahren Becher. “Ich hatte ein Spielwarengeschäft und habe die Plastikbecher von einer Messe mitgebracht“, erzählt sie. Das Stapeln fördere ihre Reaktionsfähigkeit. Zweimal war sie bereits bei einer WM in den USA dabei. Beide Male ist sie Vizeweltmeisterin ihrer Altersgruppe geworden. “Meine Bestzeit liegt bei 13,13 Sekunden“, sagt Deutschmann.

Zum ersten Mal bei einer WM dabei ist Kaja Schilcher aus dem niedersächsischen Boffzen. Die Fünfjährige hat ihre Lieblingsbecher dabei. “Die sind pink“, erzählt sie. Seit einem Jahr macht sie Stacking. Und ist jetzt schon viel schneller als ihr Vater. “Im Eltern-Kind-Doppel bin ich einfach zu schlecht“, erzählt Jörg Schilcher.

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