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Maskenpflicht im Flugzeug: Bei welchen Airlines die Corona-Regel weiter gilt

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Von: Yannick Hanke

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Maschinen der Fluggesellschaft Lufthansa stehen auf dem Rollfeld. Daneben ein junger Mann, der einen Mund-Nasen-Schutz trägt und etwas in ein Handy eintippt.
Bleibt die Maskenpflicht in Flugzeugen in Deutschland erhalten? Die Fluggesellschaft Lufthansa will hiervon nicht abrücken. (kreiszeitung.de-Montage) © Boris Roessler/dpa/imago

Vielerorts wird die Maskenpflicht wieder aufgehoben. Aber greift die Corona-Regel noch im Flugzeug? Welche Airlines sich dagegen entscheiden.

Berlin – Seitdem die Corona-Pandemie im März 2020 auch Deutschland erfasst hat, ist die medizinische Schutzmaske zum stetigen Begleiter im Alltag geworden. Mittlerweile sind in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens FFP2-Masken Pflicht, ob beim Einkaufen im Supermarkt oder beim Fahren mit Bus und Bahn. Da jedoch das Infektionsschutzgesetz am 2. April 2022 ausläuft, entfällt die Maskenpflicht auch wieder in vielen Innenräumen. Wie aber verhält es sich mit der Corona-Regel im Flugzeug?

Maskenpflicht im Flugzeug: Hat die Corona-Regel im Flieger weiterhin Bestand?

Die Maskenpflicht im Flugzeug folgt im Grunde nur derselben Corona-Vorgabe, wie sie im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gehandhabt wird. In Bus und Bahn kommen vor allem zu Stoßzeiten viele Menschen auf vergleichsweise engem Raum zusammen. Ideal für das Coronavirus, die Omikron-Variante und die Omikron-Unterform BA.2, um sich schnell zu verbreiten.

Damit dies eben nicht im großen Stil erfolgt, hat bislang immer die Maskenpflicht in Bus und Bahn gegriffen. Da das noch aktuelle Infektionsschutzgesetz am 2. April 2022 ausläuft, fallen vielen Corona-Schutzmaßnahmen weg. Dies betrifft auch die Maskenpflicht im Einzelhandel, wo fortan auf eine Empfehlung zum Tragen einer Schutzmaske gesetzt wird. In Bus und Bahn, wo zeitnah das 9-Euro-Monatsticket genutzt werden soll, bleibt die Maskenpflicht jedoch bestehen. Gilt das auch für alle Airlines?

Eurowings, Lufthansa und Tuifly behalten Maskenpflicht im Flugzeug – Fluggesellschaften halten sich bei Corona-Regel an behördliche Auflagen

„Im neuen Infektionsschutzgesetz bleibt die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsträgern und damit auch im Luftverkehr bestehen“, heißt es von einer Eurowings-Sprecherin gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Eine Ausnahme stellen Flugzeuge hinsichtlich dieser Corona-Regel also schon mal nicht dar. Zumindest nicht, wenn auf die deutsche Billigfluggesellschaft Eurowings bei der Maskenpflicht im Flugzeug geblickt wird.

Die Maskenpflicht im Flugzeug bleibt aber auch bei den Fluggesellschaften Lufthansa und Tuifly bestehen. Die Corona-Regel greift sowohl auf dem Sitzplatz als auch beim Gang zur Toilette. Lediglich, wenn etwas gegessen oder getrunken wird, kann die medizinische Schutzmaske gegen das Coronavirus abgenommen werden. Und so lange die Behörden keinen neuen Auflagen anordnen, „werden die geltenden Regeln an Bord weiter umgesetzt“, heißt es von Tuifly über die Maskenpflicht im Flugzeug.

Maskenpflicht im Flugzeug und in Bus und Bahn: Corona-Regel bleibt in Deutschland weiterhin bestehen

Neben der Maskenpflicht im Flugzeug muss zudem das Tragen einer medizinischen Schutzmaske schon im Flughafengebäude beachtet werden. Nach den Beschlüssen der Politik greifen in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Deutschland erstmal keine Corona-Lockerungen. Somit bleibt die Maskenpflicht in Bus und Bahn, aber eben auch im Flugzeug bestehen.

In vielen anderen europäischen Ländern wird wieder anders mit der Maskenpflicht im Flugzeug umgegangen. So haben beispielsweise zahlreiche britische Fluggesellschaften ihre Maskenpflicht für Flüge innerhalb Großbritanniens und Nordirland aufgehoben. Wenn im Zielland keine Maskenpflicht herrsche, sei sie laut British Airways an Bord optional.

Maskenpflicht bei britischen Fluggesellschaften: British Airways, Tui Airways, Jet2 und Virgin Atlantic lockern Corona-Regel

Wenn jedoch andere Fluggäste weiterhin eine Schutzmaske gegen das Coronavirus tragen wollen, sollte dies laut British Airways respektiert werden. Denn die Maskenpflicht entfällt zwar, verboten ist es natürlich auch nicht, weiterhin einen Mund-Nasen-Schutz an Bord der Fluggesellschaft zu tragen. Ein Modell, das auch Jet2, Virgin Atlantic sowie die britische Fluggesellschaft Tui Airways so handhaben.

Easyjet wiederum weist darauf hin, dass die Maskenpflicht ab dem 27. März zumindest auf bestimmten Flugrouten entfällt. Hierzu gehören Flüge zwischen England, Nordirland, Jersey, Isle of Man, Gibraltar, Ungarn und Island. Heißt im Umkehrschluss: auf allen anderen Flügen, die Easyjet anbietet, müssen Passagiere ab sechs Jahren zwingend eine Schutzmaske tragen. Demgegenüber steht Rynanair, sich rigoroser in seiner Auslegung der Corona-Regel zeigt und die Maskenpflicht vorerst komplett beibehält.

Skandinavische Airlines Vorreiter beim Abschaffen der Maskenpflicht im Flugzeug – doch Corona-Regel entfällt nur auf skandinavischen Routen

Als Vorreiter beim Abschaffen der Maskenpflicht im Flugzeug müssen letztendlich aber die skandinavischen Airlines SAS, Norwegian, Flyr und Widerøe genannt werden. Schon seit Herbst 2021 müssen Fluggäste hier keine medizinische Schutzmaske mehr tragen – innerhalb skandinavischer Routen.

Anders verhält es sich mit Ländern wie Deutschland, Spanien, Griechenland oder Italien, die weiterhin an der Maskenpflicht im Flugzeug festhalten. Bei Flugreisen zwischen oder zu diesen Ländern gilt deswegen unverändert die Corona-Regel, einen Mund-Nasen-Schutz, wenn nicht sogar eine FFP2-Maske, zu tragen. Abheben ja, aber nur mit Bedacht, wenn man so will. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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