Weiter Rätsel um getötete Brüder

Herborn/Wetzlar - Der Fall der spurlos verschwundenen Halbbrüder aus dem mittelhessischen Herborn stellt die Ermittler weiter vor ein Rätsel.

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Drei Tatverdächtige festgenommen

Ein 59 Jahre alter Beschuldigter habe gegenüber der Haftrichterin zwar gestanden, auf die beiden seit Februar vermissten Geschwister in seiner Werkstatt in Dillenburg-Niederscheld einmal geschossen zu haben, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Wetzlar. Aber der weitere Ablauf des Geschehens und der Verbleib der beiden ist unklar. Der 59-Jährige hatte zuvor erklärt, die Halbbrüder seien erschossen und ihre Leichen verbrannt worden.

Bislang wurden jedoch keine Überreste der Leichen gefunden. Die Beteiligten sollen in Drogengeschäfte verstrickt gewesen sein.

Der 59-Jährige aus Bischoffen und seine 17 und 24 Jahre alten Söhne waren im Juni unter dem Verdacht des Totschlags verhaftet worden.

Der 24-Jährige war zudem inhaftiert worden, weil er im großen Stil Drogen hergestellt und damit gehandelt haben soll. Dabei soll auch sein Vater seine Hände mit im Spiel gehabt haben. Der dringende Tatverdacht gegen den 24-Jährigen bestehe fort, sagte der Sprecher. Inwieweit er an der Tat beteiligt war, sei aber noch unklar. Der 17- Jährige sei nach der Vernehmung des Vaters wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Der 59-Jährige hatte nach Angaben vom Dienstag erstmals sein Schweigen gebrochen und ausgesagt, dass es am 1. März in seiner Werkstatt einen Streit um Drogen mit den 26 und 32 Jahre alten Halbbrüdern gegeben habe. Dabei soll es um Drogengeschäfte zwischen seinem 24 Jahre alten Sohn und den beiden gegangen sein. Im Verlauf der Auseinandersetzung sollen mehrere Schüsse aus einem Gewehr abgegeben worden und die Geschwister tödlich getroffen worden sein. Wer außer dem 59-Jährigen geschossen haben soll, ist unklar. Die Leichen der Opfer seien dann vollständig verbrannt worden. Ergebnisse von kriminaltechnischen Untersuchungen, die zum Beispiel Asche oder sonstige Überreste zum Vorschein bringen könnten, lägen noch nicht vor, sagte der Sprecher. “Wir sind noch mitten in den Ermittlungen.“ Das Gewehr hatten Ermittler im Nebenraum einer Scheune gefunden, die zur Werkstatt gehört. Wem die Waffe gehöre, sei noch nicht geklärt.

Mit den Geschwistern waren zunächst auch ihre Autos verschwunden. Diese hatte der 59-Jährige Anfang März an einen Mann verkauft, der der Polizei den entscheidenden Hinweis zur Festnahme des 59-Jährigen und seines 24 Jahre alten Sohnes gegeben hatte. Ein Auto war im Juni bei dem Käufer sichergestellt worden. An dem Wagen waren die Fahrgestellnummern herausgefräst. Über die Nummern lässt sich der Fahrzeughalter ermitteln. Später hatte die Polizei auch Teile des zweiten Wagens gefunden.

dpa

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