Kirchenmitarbeiter in Angst

Wegen Glockengeläut: Pegida-Anhänger droht mit Mord

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Am Montag waren mehr als 7000 Menschen bei der Pegida-Kundgebung in Dresden.

Dresden - Ein Anhänger der islamkritischen Pegida-Bewegung hat in Dresden zwei Kirchenmitarbeitern gedroht, ihnen die Kehle durchzuschneiden. Sie hatten das Glockengeläut für Protest gehalten. 

Wie die Polizeidirektion Dresden am Dienstag mitteilte, hatte sich der Mann vom Glockenklang der Kreuzkirche gestört gefühlt. Er habe zu einer Gruppe von vier Leuten gehört, die sich kurz vor Beginn der Pegida-Kundgebung am Ostermontag im Kirchenvorraum über das einsetzende Geläut beschwert hatten. Dieses war aber kein Protest gegen die Kundgebung, sondern sollte das montägliche Friedensgebet einleiten.

Der MDR zitiert Christian Behr, den Superintendenten der Kreuzkirche Dresden, mit den Worten: "An einem Ostermontag läuten nun mal in vielen Kirchen die Glocken. Das ist nun einmal so. Und wenn man neben einer Kirche eine Demo macht, muss man darauf gefasst sein. […] Wenn man das christliche Abendland retten will, dann muss man eigentlich positiv auf ein Glockengeläut reagieren." Er erwartet von Pegida-Chef Lutz Bachmann, dass dieser sich von Gewaltäußerungen distanziert.

Die Kirchengemeinde erstattete Anzeige gegen den Störer. Die Polizei sucht nach Zeugen für den Disput.

Am Montag waren laut Polizei mehr als 7000 Menschen dem Aufruf zur Pegida-Kundgebung gefolgt.

dpa/hn

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