Waffengegner legen Verfassungsbeschwerde ein

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Waffengegner, die auch Opfer des Amoklaufs von Winnenden sind, legen Verfassungsbeschwerde gegen das Waffengesetz ein.

Karlsruhe - Waffengegner der Initiative “Keine Mordwaffen als Sportwaffen“ haben am Mittwoch in Karlsruhe Verfassungsbeschwerde gegen das Waffengesetz eingelegt.

Sie halten das Gesetz für verfassungswidrig, weil es die Interessen von Sportschützen über das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit stelle. Zwei der Kläger sind selbst betroffen: Ihre Kinder wurden beim Amoklauf in einer Schule in Winnenden (Baden-Württemberg) im März 2009 ermordet, als ein 17-Jähriger 15 Menschen erschoss.

“Das Waffengesetz gibt dem Recht auf Schießsport nach wie vor Vorrang vor dem Recht auf Leben“, sagte der Sprecher der Initiative, Roman Grafe. Daran hätten auch die Verschärfungen des Waffenrechts im vergangenen Sommer nichts geändert. Die Waffengegner fordern ein völliges Verbot tödlicher Waffen im Schießsport.

dpa

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