Volksmusiker missbraucht eigene Kinder

Hamburg - Wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern hat das Hamburger Landgericht am Dienstag einen 41-jährigen Volksmusiker zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

Er hatte sich an seinem eigenen, zweijährigen Sohn und einem achtjährigen Jungen vergangen. Außerdem sicherten die Ermittler auf seinem Computer kinderpornografische Bilder. Die Taten hatte der 41-Jährige vor Gericht eingeräumt, allerdings nur auf mehrmaliges Nachfragen hin. Zunächst habe er “abenteuerliche Erklärungen“ geliefert, sagten die Richter. “Wir haben ihnen immer wieder goldene Brücken gebaut, aber sie zogen es vor, in den Fluss zu springen“.

Ein qualifiziertes Geständnis “ohne Wenn und Aber“ wäre jedoch die einzige Chance auf ein milderes Strafmaß gewesen. Das Gericht rechnete dem 41-Jährigen allerdings an, dass er dem acht Jahre alten Opfer eine Aussage erspart hatte. Die Große Strafkammer folgt mit dem Urteil nicht vollständig den Anträgen der Staatsanwältin und der Nebenklage. Beide hatten mindestens drei Jahre Haft gefordert.

Der 41-Jährige, den sein Publikum als Elbmusikanten mit Schifferklavier und Lederhose kennt, sitzt seit einem halben Jahr in Untersuchungshaft. Die Worte des Richters nahm er fast regungslos wahr, nickte ab und an. Er ließ noch im Gerichtssaal erklären, dass er auf Rechtsmittel verzichte.

dpa

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