Vermisstenfall

Rebecca Reusch vermisst: Mutter will Hoffnung nicht aufgeben – „Noch am Leben“

Seit mehr als zwei Jahren wird Rebecca Reusch vermisst. Ihre Mutter will die Hoffnung, dass ihre Tochter noch gefunden wird, jedoch nicht aufgeben.

  • Seit mehr als zwei Jahren wird die Schülerin Rebecca Reusch vermisst.
  • Die Polizei in Berlin hat Google um Hilfe gebeten. Der Konzern liefert den Ermittlern persönliche Daten über das damals 15-jährige Mädchen.
  • Die Mutter von Rebecca Reusch ist sich sicher: Ihre Tochter lebt noch.

Update vom 14.04.2021, 14.30 Uhr: Zweifelsfrei zählt der Vermisstenfall Rebecca Reusch zu den Fällen der vergangenen Jahre, die am meisten mediale Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben. Die Eltern der Jugendlichen gaben in der Vergangenheit dutzende Interviews, ließen sich auf Reportagen ein und äußerten sich zu sehr privaten Themen, wie dem emotionalen Innenleben der Familie Reusch.

Rebecca Reusch vermisst – Mutter gibt die Hoffnung nicht auf

Im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ sprachen die Mutter, Brigitte Reusch, und der Vater, Bernd Reusch, über das Erlebte der vergangenen zwei Jahre. So lange wird Rebecca Reusch bereits vermisst. Sie trauere jeden Tag, betonte die Mutter – und verwies auf ihre anderen Kinder und Enkelkinder, die ihr weiterhin Kraft gäben. „Wenn wir alleine wären, hätten wir alles verkauft, wir würden überall gucken und durchdrehen“, sagte sie der „SZ“. Im Interview mit dem Magazin „Bunte“ (siehe Update vom 09.03.2021) betonte Brigitte Reusch bereits, dass sie als Mutter spüre, „dass sie noch am Leben“ sei. Dies wiederholte sie auch gegenüber der „SZ“: „Und solange man keinen Beweis hat, lebt das Kind für einen selber“, so die verzweifelte Mutter.

Rebecca Reusch aus Berlin wird schon seit über zwei Jahren vermisst. Das Archivbild zeigt die damals 15-jährige Schülerin aus Berlin.

Einen Beweis, dass Rebecca Reusch noch lebt oder, dass sie tot ist, gibt es bislang nicht. Weder das Mädchen noch ihre Leiche wurden je gefunden. Die Ermittlungen der Behörden befinden sich mehr oder minder in einer Sackgasse. Zuletzt wurde den Beamten sogar Informationen des Google-Konzerns zugespielt, um zu den Ermittlungen beizutragen (siehe Update vom 05.03.2021).

Rebecca Reusch vermisst: Mutter mit emotionalem Statement

Update vom 09.03.2021, 15.45 Uhr: Der Fall Rebecca Reusch entwickelt sich zu einem der mysteriösesten Vermisstenfälle der letzten Jahre. Die Teenagerin ist mittlerweile seit mehr als zwei Jahren verschwunden. Die Polizei geht davon aus, dass Rebecca Reusch einem Verbrechen zum Opfer fiel. Bislang fehlt jede Spur von der Jugendlichen. Das berichtet unter anderem die „Bild“.

Ihre Mutter will die Hoffnung allerdings weiterhin nicht aufgeben. Das bekräftigte sie jüngst in einem Interview mit dem Magazin „Bunte“. Sie sagte: „Ich bin ihre Mutter und spüre, dass sie noch am Leben ist.“ Im Gespräch wandte sich Brigitte Reusch zudem direkt an einen möglichen Täter: „An den Menschen, der unsere Becci mit sich nahm: Bitte gehen Sie in sich, seien Sie barmherzig und sagen Sie uns, wo Becci ist.“

Mit einem Großaufgebot der Polizei wurde nach Rebecca Reusch gesucht. (Archivfoto)

Kürzlich sorgte ein USB-Stick, der den Ermittlern zugespielt wurde, für Aufsehen. Darauf befinden sich offenbar sensible Daten, die eine Wende des Falls bringen könnten (siehe Meldung vom 05.03.2021).

Meldung vom 05.03.2021, 09.45 Uhr: Frankfurt/Berlin – Noch immer ist der wohl mysteriöseste Vermisstenfall Deutschlands ungelöst: Schon seit Februar 2019 ist die damals 15-jährige Rebecca Reusch aus Berlin verschwunden. Nun keimt neue Hoffnung auf: Ausgerechnet der Suchmaschinengigant Google könnte die Polizei auf die richtige Spur bringen.

Rebecca Reusch vermisst: Google liefert der Polizei einen USB-Stick

Das Mädchen aus Berlin wurde zuletzt am 18. Februar 2019 gesehen. Rebecca Reusch hatte im Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers übernachtet. Der Schwager ist es auch, der für die Polizei in Berlin unter Hauptverdacht stand und wohl auch noch steht. Er geriet ins Visier der Ermittler, weil seine Aussage nicht zu den Erkenntnissen der Ermittler passte und er wurde sogar kurzzeitig festgenommen. 

Der Mann behauptete gegenüber der Polizei in Berlin, nach der Rückkehr von einer Party am Morgen, als Rebecca Reusch verschwand, tief und fest geschlafen zu haben. Allerdings wurde sein Auto in diesem Zeitraum von einem Kennzeichenerfassungssystem auf der A12 in Richtung Polen registriert. Die Familie der vermissten Rebecca Reusch glaubt allerdings an die Unschuld des Mannes.

Nun könnte Google in dem mysteriösen Fall weiterhelfen. Der Konzern hat der Polizei Informationen des Google-Kontos der Schülerin übermittelt – darunter Standort-Daten und ihre letzten Aktivitäten im Netz.

Vermisste Rebecca Reusch: Hilft Googles USB-Stick der Polizei weiter?

Und das kam so: Die Berliner Ermittler erhofften sich endlich mehr Klarheit über den Verbleib der damals 15-jährigen Rebecca Reusch und wandten sich schließlich zusammen mit der Staatsanwaltschaft Berlin an die Europa-Zentrale von Google in Irland. Das liegt wohl bereits ein halbes Jahr zurück, wurde aber erst jetzt bekannt. Zuerst berichtete die „Bild“-Zeitung darüber.

Kurz nach ihrem verschwinden suchte die Polizei ein Waldstück bei Storkow nach der vermissten Rebecca Reusch ab. (Archivfoto)

Der Suchmaschinengigant lieferte der Polizei in Berlin daraufhin einen USB-Stick mit Daten des Google-Kontos von Rebecca Reusch. Darauf sind sensible Informationen wie Telefonnummern und Standort-Daten von Rebecca gespeichert. Die Ermittler können nun nachvollziehen, auf welchen Seiten die Schülerin im Netz unterwegs war und sie bekamen auch Daten zu anderen Geräten, von denen eventuell Rebeccas Konto genutzt worden sein könnte. Auch Standort-Daten sind unter den Informationen, die Google der Polizei geliefert hat.

Rebecca Reusch verschwunden – Polizei wertet Google-Daten aus

Die Ermittler in Berlin sind nun dabei, die Daten von Google auszuwerten. Ist eine heiße Spur dabei, die endlich Klarheit über das Schicksal von Rebecca Reusch bringt? Bisher gibt es zwar zahlreiche Hinweise, aber keine führte zu brauchbaren Spuren zum Verbleib der Schülerin aus Berlin. (Tobias Möllers, Tobias Utz) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa

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