29 Verletzte bei Hochhausbrand in Gießen

Gießen - Bei einem Hochhausbrand im mittelhessischen Gießen sind 29 Menschen verletzt worden. Zwei von ihnen erlitten nach Feuerwehrangaben schwerste Rauchgasvergiftungen.

Ein weiterer Mann musste mit Brandverletzungen behandelt werden. Außerdem entstand beträchtlicher Sachschaden, 14 Wohnungen wurden nach den Worten eines Feuerwehrsprechers unbewohnbar.

Nach ersten Ermittlungen entstand das Feuer gegen 01.30 Uhr in einer Wohnung im Erdgeschoss des achtstöckigen Gebäudes durch fahrlässige Brandstiftung, wie die Polizei mitteilte. Der 52-jährige Bewohner war demnach mit einer brennenden Zigarette im Bett eingeschlafen. Er erlitt bei dem dadurch ausgelösten Feuer Brandverletzungen und wurde zur stationären Behandlung in die Gießener Uni-Klinik eingeliefert.

Die übrigen 28 Verletzten zogen sich allesamt Rauchvergiftungen zu, zwei von ihnen bezeichnete der Feuerwehrsprecher als “schwerstverletzt“. Alle Verletzten wurden in die Uni-Klinik gebracht. Insgesamt wohnten in dem Haus etwa 180 Personen, die von der alarmierten Feuerwehr zum Verlassen der Wohnungen aufgefordert wurden.

Die nicht Verletzten verbrachten die Nacht in Räumlichkeiten des Deutschen Roten Kreuzes. Zur Brandbekämpfung und Evakuierung waren etwa 30 Feuerwehrleute im Einsatz, hinzu kamen noch 25 Rettungskräfte. Das Feuer selbst war den Angaben zufolge schnell gelöscht. Der Sachschaden sei dennoch erheblich, eine genaue Summe konnte der Feuerwehrsprecher noch nicht nennen.

AP

Rubriklistenbild: © dpa

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