52 Verletzte: Ermittlungen nach Kleinbahn-Unfall

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Ein Eisenbahner betrachtet den Schaden an einer Dampflok nach einem Unfall in Radebeul.

Dresden - Nach dem schweren Kleinbahn-Unfall bei Radebeul mit 52 Verletzten hat die Staatsanwaltschaft Vorermittlungen aufgenommen.

Derzeit prüfe seine Behörde, gegen wen ein förmliches Ermittlungsverfahren eingeleitet werden müsse, sagte der Dresdner Oberstaatsanwalt Christian Avenarius am Montag der Nachrichtenagentur AP. Als Tatbestände kämen ein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr sowie fahrlässige Körperverletzung in Betracht. Ein Polizeisprecher sagte, es werde in alle Richtungen ermittelt. Auch ein technisches Versagen könne derzeit nicht ausgeschlossen werden. Ob der zuständige Zug-Leiter, der für die Koordinierung der Bahnen auf der Strecke zuständig war, bereits befragt wurde, ließen die Ermittler offen.

Unterdessen wurden die Bergungsarbeiten auch am Montag fortgesetzt. Bei der Kollision waren am Wochenende im sächsischen Landkreis Meißen 52 Menschen verletzt worden, vier davon schwer. Nach Polizeiangaben konnten bis auf eine Frau alle Patienten das Krankenhaus wieder verlassen. An den historischen Dampfloks der Radebeuler Lößnitzgrundbahn entstand nach ersten Schätzungen ein Schaden in Millionenhöhe. Der Unfall ereignete sich mitten in einer großen Jubiläumsfeier. Dabei waren zwei vollbesetzte Schmalspurbahnen mit historischen Dampfloks an der Spitze zusammengeprallt.

ap

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