Wegen Rekordschmerzensgeld

Vergewaltiger legt Berufung ein

Düsseldorf - Der Vergewaltiger einer jungen Schülerin wehrt sich gegen die Zahlung eines Rekord-Schmerzensgeldes in Höhe von 100 000 Euro.

Gegen die Entscheidung des Landgerichts Wuppertal sei Berufung eingegangen, sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Oberlandesgerichts am Mittwoch.

Das Opfer war als Schülerin im Alter von 16 Jahren in Solingen entführt, tagelang gefangen gehalten und mehrfach vergewaltigt worden. Zur Tatzeit war sie im vierten Monat schwanger. Der Täter war 2009 zu zwölfeinhalb Jahren Haft wegen Geiselnahme und Vergewaltigung verurteilt worden.

Nach Gerichtsangaben war es das höchste in Deutschland zugesprochene Schmerzensgeld für ein Vergewaltigungsopfer (Az.: 16 O 95/12). Vor wenigen Wochen waren einer schwer misshandelten Frau in Saarbrücken 200 000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen worden. Sie hatte einen Mordversuch zwar überlebt, aber bleibende Hirnschäden davongetragen. 

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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