Verdacht: Kinderpornos per Google-Software verbreitet

Trier - Ein Mann soll kinderpornografische Videos und Bilder per Google-Software verbreitet haben. Das Programm "Helllo" soll ihm dabei geholfen haben. Der 47-Jährige steht nun vor Gericht.

Mit Hilfe eines von Google entwickelten Bildertauschprogramms soll ein 47-jähriger Mann aus der Eifel in mindestens 70 Fällen Kinderpornografie verbreitet haben. Die Staatsanwaltschaft Trier erhob am Mittwoch Anklage gegen den Mann aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm. Zwischen 2006 bis 2008 soll der Prümer mehr als 3.000 kinderpornografische Bilder und Videos gesammelt und teilweise zum Tausch bereitgestellt haben.

Dazu benutzte der 47-Jährige laut den Ermittlungen ein spezielles, von Google entwickeltes und angebotenes Programm namens “Hello“. Dessen Betrieb wurde von dem Internetdienstleister im Mai 2008 eingestellt. Auch die Tauschbörse “Ares“ habe der Mann genutzt, sagte Oberstaatsanwalt Jürgen Brauer.

Mehr als 20 Tauschpartner ermittelt

Die Polizei war auf den Prümer aufmerksam geworden, nachdem in Köln und Regensburg mutmaßliche Tauschpartner des 47-Jährigen ermittelt wurden. Auf dem PC des Mannes wurden daraufhin mehr als 3.000 Videos und Bilddateien entdeckt, die sexuellen Missbrauch von Kindern unter 14 Jahren zeigen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Anschließend habe man weitere mehr als 20 Personen ermittelt, an die der Prümer das Material geschickt habe. Der Angeklagte räumt den Besitz von wenigen kinderpornografischen Bildern ein, bestreitet jedoch das Verbreiten. Für das Verbreiten von kinderpornographischen Schriften ist eine Freiheitsstrafe von 3 Monaten bis 5 Jahren vorgesehen.

DAPD

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