Unwort des Jahres 2009 gesucht

Frankfurt/Main - Eine Jury aus Sprachexperten hat Bürger aufgerufen, Vorschläge für das Unwort des Jahres 2009 einzureichen.

Gesucht werden sprachliche Missgriffe in der öffentlichen Kommunikation, die grob unangemessen sind oder gar die Menschenwürde verletzen, wie der Frankfurter Germanist Horst Schlosser am Donnerstag mitteilte. Es kann sich um einzelne Wörter oder Formulierungen handeln.

Vorschläge können von allen Deutschsprachigen im In- und Ausland gemacht werden. Einsendeschluss ist der 11. Januar 2010. Seit Anfang des Jahres gingen bereits über 500 Vorschläge ein, darunter Sprachschöpfungen wie “Beiboot-Lösung“ als Beschönigung von “Bad Bank“, “betriebsratsverseuchte Mitarbeiter“, “erweiterter Suizid“ für Amoklauf, “Flüchtlingsbekämpfung“ und “Halteprämie“ für Spitzenmanager unmittelbar vor ihrem Ruhestand. Das Unwort des Jahres 2008 war “notleidende Banken“

ap

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