Unwetter legt Frankfurter Flughafen lahm

Frankfurt - Ein schweres Unwetter hat am Mittwochabend den Flugbetrieb am Frankfurter Flughafen vorübergehend zum Erliegen gebracht. Zeitweise mussten alle Starts und Landungen ausfallen.

Eine große Unwetterfront hat die Gluthitze am Mittwochabend aus der Westhälfte Deutschlands vertrieben. Die “Gewitterlinie“ war von mit fast 600 Kilometern von Nord nach Süd ungewöhnlich lang, wie der Deutsche Wetterdienst berichtete. Damit brachen von West nach Ost Starkregen, Hagel und Sturmböen über das Land herein. Der DWD veröffentlichte Unwetterwarnungen für Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Baden-Württemberg. Der Flugbetrieb am Frankfurter Flughafen wurde vorübergehend stillgelegt. Um 20.08 Uhr mussten alle Starts und Landungen ausfallen, wie ein Sprecher von Fraport auf DAPD-Anfrage mitteilte. Starke Sturmböen und Blitze beeinträchtigen die Sicherheit. Gegen 21.00 Uhr lief der Betrieb nach Angaben des Sprechers wieder an.

Im Westen und Südwesten gingen schwere Gewitter nieder mit Orkanböen bis 120 km/h (Stärke 12). Hagelkörner mit bis zu zwei Zentimeter Durchmesser und bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter fielen in kurzer Zeit. Bäume wurden entwurzelt und behinderten den Verkehr, Gegenstände wurden durch die Luft gewirbelt, Straßen und Keller überschwemmt, Brände ausgelöst. So stand in Mainz-Mombach die Halle eines Abfallverwertungsunternehmens in Flammen; 250 Tonnen Altholz und 100 Tonnen Gewerbeabfälle verbrannten. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand. Eine Oberleitung in der Nähe musste abgeschaltet werden. In Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) wurden Zelte in einem Kinderferiendorf von Sturm verwüstet. “Glücklicherweise waren die Kinder bereits alle zu Hause, als die kleine Zeltstadt vom Sturm heimgesucht wurde“, berichtete die Polizei. Die Kaltfront eines Tiefs bei Irland sollte in den Nachtstunden auf die Osthälfte Deutschlands übergreifen. Der DWD warnte vor Böen in Orkanstärke. Auch vereinzelte Tornados seien nicht auszuschließen.

Hitze sprengt Betonplatten auf Autobahn

Am Mittwochnachmittag musste erstmals eine Autobahn wegen Hitzeschäden gesperrt werden. Betroffen ist ein Abschnitt der A 29 von der Stadt Varel Richtung Osnabrück, wie die Polizei in Oldenburg mitteilte. Demnach brachen durch Hitzeeinwirkung zwei Betonplatten auf dem Haupt- und Überholfahrstreifen und richteten sich dachartig 30 Zentimeter nach oben auf.

Der Juli könnte als heißester Monat in die Wettergeschichte eingehen. In den ersten 13 Tagen betrug die Mitteltemperatur für ganz Deutschland nach DWD-Angaben 22,3 Grad. Im bislang wärmsten Monat, dem Juli 2006, wurde eine Mitteltemperatur von 22,1 Grad gemessen. Da bis zum übernächsten Wochenende die Höchsttemperaturen kaum die 25 Grad-Marke unterschritten, sei die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass der Juli der wärmste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1900 werden könne. Auch bei den Nachttemperaturen gibt es Rekordwerte. So wurde am Mittwoch am Alexanderplatz die fünfte Tropennacht, in der die Werte nicht unter 20 Grad sinken, in Folge gemessen. Auch für die kommenden drei Nächte werden Tiefstwerte zwischen 21 und 24 Grad vorausgesagt.

Eine solche Serie tropischer Nächte gab es den Meteorologen zufolge in den fast 250 Jahre zurückreichenden Messreihen in Berlin noch nie. Durch die tropischen Temperaturen hat sich die Nachfrage nach Mineralwasser verdreifacht. “Normalerweise werden an den Mineralbrunnen täglich im Schnitt 600.000 Flaschen abgefüllt, im Moment werden aber 1,8 Millionen Flaschen gefordert“, sagte der Vorsitzende des Verbands des Deutschen Getränke-Einzelhandels, Sepp Gail, der Nachrichtenagentur DAPD.

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dapd/dpa 

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