Unfall mit ICE: Ursache geklärt

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Der ICE wurde bei dem Zusammenstoß stark beschädigt

Frankenthal - Nach dem ICE-Unfall mit 15 Verletzten im Pfälzerwald kommen die Ermittlungen zur Unfallursache voran.  Die Staatsanwaltschaft hat dazu eine erste Stellungnahme abgegeben:

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Der ICE-Unfall

Das Ausweichmanöver eines Müllwagens war wohl Auslöser für den ICE-Unfall mit 15 Verletzten im Pfälzerwald. Die Staatsanwaltschaft Frankenthal geht davon aus, dass der Fahrer des Müllautos, das auf das Gleisbrett gerutscht war, einem neben der Straße abgestellten Auto ausgewichen und dabei mit einem Hinterreifen vom Weg abgekommen war. Der ICE war am Dienstag bei Lambrecht mit dem abgerutschten Müllwagen zusammengeprallt.

Der Müllfahrer, der bei dem Unfall schwer verletzt wurde, schweige bislang, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Lothar Liebig am Donnerstag. Der Beschuldigte wolle sich erst mit einem Anwalt beraten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 35-Jährigen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Diesen Freitag soll an der Unfallstelle der Bahnverkehr wieder aufgenommen werden. Ein großer Teil des Regionalverkehrs könne dann voraussichtlich wieder die Strecke nutzen, sagte ein Bahnsprecher in Frankfurt. Es müsse aber mit Verspätungen gerechnet werden. Der ICE- Verkehr Frankfurt-Paris werde vorerst weiter über Straßburg umgeleitet. Das zweite Gleis werde voraussichtlich erst am Samstag freigegeben werden können. Der verunglückte ICE und das Müllfahrzeug konnten am Donnerstag abtransportiert werden.

Zunächst hatte es Vermutungen gegeben, der Müllwagenfahrer habe einem entgegenkommenden Fahrzeug ausweichen müssen. Die Straße ist nach Angaben Liebigs an der Stelle aber nur 2,50 Meter breit - und damit genauso breit wie das Müllfahrzeug. Für zwei Fahrzeuge nebeneinander fehle schlicht der Platz.

Hinweise, dass der Zustand der Straße zu dem Unfall beigetragen haben könnte, gibt es laut Liebig nicht. Die Frage, ob an der Stelle Schutzmaßnahmen hätten errichtet werden müssen, um ein Abrutschen von Fahrzeugen auf die Gleise zu verhindern, stehe derzeit nicht im Zentrum der Ermittlungen.

Die zuständigen Behörden haben als Konsequenz aus dem Unfall beschlossen, die schmale Straße für den Verkehr zu sperren. 1989 war hier nach Angaben der Kreisverwaltung Bad Dürkheim schon einmal ein Fahrzeug in Richtung Gleise abgerutscht, damals kam es allerdings nicht zu einer Kollision mit einem Zug.

dpa

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