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Corona-Herbst in Deutschland: „Gute Nachricht“ von Karl Lauterbach auf Twitter

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Von: Alexander Eser-Ruperti

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Gesundheitsminister Lauterbach (SPD) ist umtriebig auf dem Mediendienst Twitter: Jetzt verkündet er dort bezüglich der Corona-Pandemie eine „gute Nachricht“.

Berlin – Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat sich auf Twitter bezüglich der Corona-Pandemie zu den Aussichten für den Herbst geäußert. Der, zu Recht oder Unrecht, als Mahner verschriene SPD-Politiker wartet dieses Mal mit ungewohnten Worten hinsichtlich der erwarteten Herbstwelle auf: Für den Herbst gäbe es gute Nachrichten, so Lauterbach, der sich in diesem Zuge auch zu einem angepassten Corona-Impfstoff äußerte. Zugleich geriet der Gesundheitsminister auf Twitter in einen verbalen Schlagabtausch mit der FDP – um Corona-Masken.

Karl Lauterbach Twitter: Gesundheitsminister spricht von einer „guten Nachricht“ für den Corona-Herbst

Um seine Politik zu erklären oder neue Erkenntnisse der Forschung zur Corona-Pandemie, beziehungsweise dem Coronavirus zu teilen, greift Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gerne auf Twitter zurück. Das hat er nun erneut getan – mit aus seiner Sicht erfreulichen Nachrichten für den Corona-Herbst. Der SPD-Politiker erklärte auf dem Mediendienst, es sähe so aus, als würde es neben Omikron BA.5 keine weitere Virus-Variante geben. Auch zur Perspektive eines angepassten Omikron-Impfstoffs äußerte er sich bei dieser Gelegenheit. Karl Lauterbachs Twitter-Aussagen klingen nahezu zuversichtlich.

Karl Lauterbach, Bundesminister für Gesundheit
Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat positive Nachrichten © IMAGO/Janine Schmitz/photothek.de

Derzeit tobt eine Diskussion um die Corona-Regeln in Deutschland. Die Corona-Sommerwelle ist in vollem Gange, die Sorge vor der Herbstwelle ist groß. Sollte es, wie Lauterbach vermutet, keine weitere Corona-Variante neben Omikron BA.5 geben, wäre das wahrhaftig eine gute Nachricht. Tatsächlich sind finale Auskünfte in dieser Frage nicht möglich, das Corona-Virus hat sich als extrem dynamisch in seinen Mutationen erwiesen. Dennoch macht Lauterbachs Prognose mit Blick auf den Herbst Mut.

Karl Lauterbach Twitter: SPD-Politiker mit Hoffnungen auf angepassten Omikron-Impfstoff

Karl Lauterbachs Twitter-Äußerungen umfassten ferner auch eine Prognose zu einem angepassten Omikron-Impfstoff. Lauterbach schrieb: „Für BA5 erwarten wir je nach Zulassung bis Ende September einen passenden Impfstoff.“ Die Forschung befasst sich schon lange mit der Suche nach einem angepassten Vakzin für die Virusvariante. Omikron BA.5 fungiert in Deutschland derzeit als Pandemietreiber. Lauterbach ergänzte in seinem Tweet: „Jetzt heisst es: bis dahin Infektion meiden.“

Mit Blick auf die Forschung zu Impfstoffen hatte Lauterbach erst kürzlich Hoffnungen auf ein absehbares Pandemie-Ende geschürt, für das auch Nasenspray-Impfungen eine Rolle spielen könnten. Forscher in Australien hatten vor kurzem zudem verkündet, ein „Impfpflaster“ gefunden zu haben. Welche der Forschungsansätze sich als langfristig nützlich erweisen werden, ist offen. Mut machen indes auch andere Forschungsansätze: Ein Forscherteam fand jetzt heraus, dass eine bestimmte Genvariante das Sterberisiko bei Corona-Infektionen um etwa 35 Prozent verringern kann.

Karl Lauterbachs Twitter-Streit mit Andrew Ullmann (FDP) um Corona-Masken

Doch der Gesundheitsminister erhält nicht nur wohlwollende Reaktionen auf der durch ihn hoch frequentierten Medienplattform: Erst kürzlich hatte Karl Lauterbach auf Twitter scharfe Kritik seitens des Epidemiologen Klaus Stöhr geerntet. In der Auseinandersetzung war es um den Omikron-Subtypen Omikron BA.5 gegangen. Stöhr wirft Lauterbach „Fehlinterpretation“ vor. Nun gibt es bereits den nächsten Twitter-Streit: Karl Lauterbach hat sich mit FDP-Politiker Andrew Ullmann (FDP) in die Haare gekriegt. Thema dieses Mal: Corona-Masken.

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Lauterbach hatte bei Twitter auf eine US-Studie verwiesen und geschrieben: „Der Nutzen der Masken ist sehr groß, unumstritten und gilt für viele Bereiche.“ Vom Koalitionspartner kam Kritik. FDP-Gesundheitspolitiker Andrew Ullmann schrieb, ebenfalls auf Twitter: „Lieber Karl Lauterbach, vielleicht eine interessante Studie. Doch eine noch nicht durch peer-review evaluierte Studie hoch zu loben, entspricht nicht dem üblichen wissenschaftlichen Vorgehen. Wissenschaftliches Arbeiten sieht anders aus.“ Er ergänzte: „Dein Vorgehen könnte nach hinten losgehen.“ Es wird offensichtlich: In der Koalition herrscht beim Thema Corona-Regeln, Masken und Maskenpflicht weiterhin Uneinigkeit. Was das für künftige Corona-Regeln heißen wird, muss sich zeigen.

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