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Trotz hoher Zinsen: So kommen Sie günstig an einen Hauskredit ran

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Von: Johannes Nuß

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Der fast fertige Neubau eines Hauses steht in einem Neubaugebiet
Mit mindestens 140.000 Euro, aber maximal 240.000 Euro, sollen junge Familien mit Kindern ab dem zweiten Quartal 2023 beim Bauen gefördert werden. Die Kredite sollen mit einem Zinssatz von 2 Prozent vergeben werden. (Symbolbild) © Fredrik von Erichsen/dpa

Junge Familien sollen durch den Bund beim Bauen mit bis zu 240.000 Euro zu günstigen Zinssätzen gefördert werden. Los geht es im zweiten Quartal des Jahres 2023.

Berlin/Frankfurt – Die Krise ist da, die Zinsen für Baukredite gehen nach jahrelanger Niedrigzinspolitik langsam aber sicher wieder nach oben. Das macht gerade jungen Familien zu schaffen, die sich ein Eigenheim erbauen wollen. Die Politik um Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) will daher ein milliardenschweres Kreditprogramm zur Förderung von Wohneigentum auflegen. Bereits Ende September wurde schon das Wohngeld durch Geywitz erhöht.

Niedrige Bauzinsen für junge Familien: Bundesregierung will mit bis zu 240.000 Euro fördern

„Familien mit kleinen und mittleren Einkommen haben es angesichts des angespannten Wohnungsmarktes und der Preissteigerungen beim Baumaterial besonders schwer, bezahlbaren Wohnraum für sich zu schaffen“, so Geywitz. „Daher haben wir sie mit unserer neuen Förderung bewusst in den Fokus genommen.“ Demnach soll es pro Familie mindestens bis zu 140.000 Euro für einen Zinssatz von knapp zwei Prozent geben. Angesichts der stark ansteigenden Zinssätze bei Hauskrediten ein sehr attraktives Programm für bauwillige junge Familien. Für Familien mit fünf Kindern soll es so bis zu 240.000 Euro geben.

Familien mit einem zu versteuerndem Jahreseinkommen von bis zu 60.000 Euro sollen demnach laut einem Bericht des Ministeriums, der den Zeitungen vorliegt, verbilligte Immobilienkredite der staatlichen Förderbank KfW erhalten können. Insgesamt 350 Millionen Euro sollen jährlich für diesen Fördertopf zur Verfügung stehen. Die restlichen 650 Millionen Euro seien beispielsweise für Wohnungskonzerne oder Genossenschaften, die die Gelder für den Mehrgeschossbau abrufen könnten, aber auch für Selbstnutzer mit mehr Eigenmitteln gedacht.

Niedrige Bauzinsen für junge Familien: Bundesregierung will mit bis zu 240.000 Euro fördern

Das Geld soll laut Geywitz aus dem Klima- und Transformationsfonds zur Verfügung gestellt werden, die Förderung beginne im April 2023. Gefördert werden sollen ausschließlich Gebäude, die den neuesten Energieeffzienzstandard erfüllen. Zugleich sei die Förderung besser als das bisherige Baukindergeld, sagte Geywitz. Der Förderzeitraum für das Baukindergeld, dass die CDU/CSU/SPD-Regierung 2018 eingeführt hatte, war 2021 abgelaufen.

So soll gefördert werden

Vergeben werden die Kredite über die Kreditanstalt für Wiederaufbauf (KfW-Bank) in Frankfurt am Main an Personen bis zum Höchstalter von 35 Jahren. Beginn der Förderung soll laut dem Bericht des Business Insiders bereits im zweiten Quartal 2023 sein. Die Kredithöhe hängt von der Energieeffizienzklasse des Neubaus ab. So sollen Kreditbeträge zwischen 140.000 und 240.000 Euro zu einem Zinssatz von je zwei Prozent vergeben werden.

Folgt man den Zahlen, dann sind rund 75 Prozent der Haushalte in ganz Deutschland dazu berechtigt, einen entsprechenden Antrag zu stellen. Gefördert werden Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind, für jedes weitere minderjährige Kind kommen noch einmal 10.000 Euro auf die Fördersumme obendrauf, berichtet dazu der Business Insider

Voraussetzung für die Förderung soll weiterhin sein, dass die Familie noch keinerlei Wohneigentum besitzt, heißt es in dem Bericht. Ebenso darf in der vorangegangenen Zeit keine andere Bundesförderung für Wohneigentum gezahlt worden sein. Dies trifft laut dem Bericht des Business Insiders auch zu, wenn lediglich eine Person im Haushalt lebt, die in der Vergangenheit schon Baukindergeld erhalten habe.

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Unterstützt wird nur Wohneigentum, das im Nachgang auch selbstgenutzt wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich ein Einfamilien-, Reihenhaus oder Etagenwohnung handelt. Auch ein Neubau sei nicht zwingend notwendig, heißt es. Die Hauptsache sei, dass neuer abschließbarer Wohnraum entstünde, der eine eigene Küche (alternativ Kochnische) und ein eigens Bad hat. Hinzu kommt, dass der Bau mindestens den Förderstandard Effizienzhaus 55 erfüllt. (mit Material der dpa)

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