Transrapid-Unglück: Geldstrafen sind rechtskräftig

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Am 22. September 2006 prallte der Transrapid bei Emsland auf einen Werkstattwagen. Dabei starben 23 Menschen.

Karlsruhe/Emsland - Die Geldstrafen gegen zwei Betriebsleiter der Transrapid-Teststrecke im Emsland wegen ihrer Mitverantwortung für ein Unglück mit 23 Toten sind rechtskräftig.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Revisionen der Angeklagten verworfen. Das Landgericht Osnabrück hatte die damals 50 und 67 Jahre alten Männer im Mai 2008 der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung schuldig gesprochen. Sie müssen 20.000 und 24.000 Euro zahlen.

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Dem Urteil zufolge haben die beiden Männer es versäumt, zwingend nötige Sicherheitsvorschriften in die internen Betriebsregeln einzuarbeiten. So war es möglich, dass ein Fahrdienstleiter am 22. September 2006 eine elektronische Fahrwegsperre nicht setzte, die das Unglück verhindert hätte. Der Transrapid war damals auf einen Werkstattwagen geprallt. Dabei starben 20 Besucher und drei Betriebsangehörige, elf Menschen wurden verletzt. (Az: 4 StR 657/08 - Beschluss vom 22. September 2009)

Das Landgericht sprach damals von einer Kette menschlicher Fehler, die das Unglück ausgelöst habe. Der diensthabende Fahrdienstleiter hatte schlicht vergessen, dass auf der Strecke noch ein Werkstattwagen stand. Auch der bei dem Unglück getötete Zugführer habe einen Fehler gemacht und nicht nach vorne aus dem Fenster geschaut. Allerdings haben dem Urteil zufolge die beiden Betriebsleiter gegen elementare Sorgfaltspflichten verstoßen. Es sei eine Auflage der Genehmigungsbehörde gewesen, das Setzen der elektronischen Fahrwegsperre vorzuschreiben - was aber unterblieben war.

dpa

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