Toten Vater im Osterfeuer verbrannt

Osnabrück - Eine 40-Jährige Frau, die den Leichnam ihres Vaters in einem Osterfeuer verbrannt hat, ist am Freitag vom Osnabrücker Landgericht zu einer Haftstrafe von einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung verurteilt worden.

Der Hauptvorwurf ist gefährliche Körperverletzung: Die Frau hatte ihrem pflegebedürftigen, alkoholkranken Vater täglich vier Flaschen Wein gegeben. Hinzu kamen die Anklagepunkte gewerbsmäßiger Betrug und Urkundenfälschung, weil sie nach seinem Tod im September 2009 seine Rente von monatlich 1.500 Euro kassiert hatte.

Mit Hilfe ihres mitangeklagten Ehemannes hatte sie die Leiche im April 2010 verbrannt. Der Mann wurde vom Landgericht freigesprochen. Wegen Verstoßes gegen das Bestattungsgesetz müssen beide eine Geldstrafe von 800 beziehungsweise 500 Euro zahlen.

dapd

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