Tödlicher Schuss auf Kameraden: Ex-Soldat verurteilt

Gera - Gut zehn Monate nach dem tödlichen Schuss auf einen Kameraden in Afghanistan ist ein früherer Bundeswehrsoldat verurteilt worden. Wie das Gericht den Vorfall wertete:

Das Landgericht Gera legte dem 21-Jährigen am Mittwoch fahrlässige Tötung und Ungehorsam in besonders schwerem Fall zur Last. Er wurde mit einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren belegt. Diese wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Der junge Mann habe die Waffe in Richtung seines Kameraden gehalten und bewusst den Abzugshebel betätigt, sagte der Vorsitzende Richter Martin Giebel. Er sei aber davon ausgegangen, dass die Pistole nicht geladen war.

Der Angeklagte habe gegen die grundlegende Regel verstoßen, die Waffe nie auf einen Kameraden zu richten. Der Vorfall in einem Feldlager in der Unruheprovinz Baghlan hatte im vergangenen Dezember auch den Weihnachtsbesuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) überschattet.

dpa

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