Wird 40-Grad-Marke geknackt?

Tief "Zaki": Experten warnen vor Gewitterfront

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Am Wochenende kracht's wohl auch

Offenbach - Gluthitze und Tropennächte - Deutschland schwitzt und am Wochenende wird es sogar noch heißer. Werden Rekorde geknackt? Der Juli jedenfalls schafft es hitzemäßig unter die Top Ten.

Heißluft treibt die Temperaturen in Deutschland noch weiter noch oben. Auf dem Höhepunkt der Hitzewelle ist am Wochenende die 40-Grad-Marke in Sicht. Ob sie überschritten wird, war am Freitag noch unklar. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte aber vor extremer Wärmebelastung und heraufziehenden Unwettern. Erst am Montag ist ein wenig Entspannung in Sicht - bei weiterhin hochsommerlichen Temperaturen.

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Die Gewitterfront von Tief „Zaki“ werde am Samstag den Westen erreichen, sagte DWD-Meteorologin Dorothea Paetzold. In der schwül-heißen Luft könnten sich schwere Gewitter mit Sturm und Hagel entladen. „Sogar Tornados sind möglich.“ Im Osten kommt die Unwetterfront erst im Laufe des Sonntags an. „So kann sich die Luft in Odernähe sogar noch bis nahe 40 Grad erwärmen, bevor es auch dort unwetterartig zur Sache geht“, sagte Paetzold.

Erfrischung bringen auch die Nächte nicht. Zwar war nach DWD-Angaben die Nacht zum Freitag nur in Berlin und Pirmasens eine Tropennacht - dort sank die Temperatur nicht unter 20 Grad. Aber an vielen anderen Orten lag das Minimum dicht unter dieser Marke, so in Mainz, Köln oder Remscheid.

Ob der deutsche Hitze-Rekord geknackt wird, war am Freitag noch nicht klar. Aber das Rennen ist knapp: Im August 2003 maß der Wetterdienst Meteomedia im saarländischen Perl-Nennig 40,3 Grad. Der Deutsche Wetterdienst gibt als Höchstwert seit Beginn der Messungen 40,2 Grad an - gemessen im Juli 1983 in Gärmersdorf (Oberfpalz) sowie im August 2003 in Karlsruhe und Freiburg. „Am ehesten kommen wir in der Lausitz in diese Regionen“, sagte Meteorologin Paetzold.

Der Juli wird insgesamt nach Schätzungen der Meteorologen als einer der zehn wärmsten in die Geschichte eingehen. Allerdings sei der Juli in den Jahren 2006, dem Jahr des deutschen „Fußball-WM-Sommermärchens“, 1994 und 1983 noch wärmer gewesen. „Da werden wir nicht ganz drankommen“, sagte DWD-Sprecher Gerhard Lux.

dpa

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