Polizei reagiert auf anonyme E-Mail

München: Terrorverdächtige am Flughafen aufgegriffen

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Die Bundespolizei am Münchner Flughafen reagierte auf die anonyme Terrorwarnung.

München - Wirbel um zwei angeblich Terrorverdächtige am Münchner Flughafen: Nach einem anonymen Hinweis nimmt die Bundespolizei zwei Afghanen fest. Steckt eine Fehde zwischen Schleuserbanden dahinter?

Terrorwirbel am Münchner Flughafen: Am Montag fallen den Bundespolizisten in München zwei Afghanen (27 und 32 Jahre alt) auf, die mit einer Maschine aus Belgrad mit gefälschten britischen Pässen landen. Wegen Terrorverdacht greifen die Beamten sofort zu und verhören die Männer noch an Ort und Stelle.

Wie Klaus Papenfuß, Sprecher der Bundespolizei, gegenüber tz-online mitteilte, wurde der Terrorverdacht aber schnell entkräftet. "Wir haben die Männer gemeinsam mit der bayerischen Polizei überprüft - und es ist nichts an dem Verdacht dran."

Der Hintergrund der Aktion: Am 8. September erhielten deutsche Flughäfen und zahlreiche Polizeidienststellen eine anonyme E-Mail mit brisantem Inhalt: Angeblich stehe anlässlich des Jahrestags des Terroranschlags vom 11. September 2001 in New York ein erneuter Terroranschlag bevor. Fotos der beiden möglichen Attentäter wurden als Anhang mitgesendet.

Bilder vom 11. September 2001

Bilder vom 11. September 2001

Laut eines geheimen Schreibens des Bundesinnenministeriums, das der Bild-Zeitung vorliegen soll, wollten die Terrorverdächtigen "ein Flugzeug entführen und als Anschlagsmittel entweder in ein Hochhaus in New York, den CN-Tower in Toronto oder gegen den US-Stützpunkt Guantanomo Bay auf Kuba steuern".

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums soll es sich um "Al-Quaida-Terroristen" handeln, die "am 9. September 2012 mit afghanischen Pässen und Touristenvisa nach Belgrad fliegen sollen. Dort würden ihnen gestohlene/gefälschte britische Pässe übergeben". Die Bundespolizei an den deutschen Aiports war in erhöhter Alarmbereitschaft, patroullierte mit Maschinenpistolen in den Terminals.

Die schlimmsten Terroranschläge seit dem 11. September

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So kam es zur Verhaftung der beiden Afghanen am Münchner Flughafen, die mit gefälschten Papieren ankamen und den Männern auf den Fotos aus der anonymen Email entsprachen. Der Terrorverdacht wurde aber schnell ausgeräumt. Allerdings müssen sie sich wegen der gefälschten Pässe in einem Verfahren wegen Urkundenverfälschung verantworten.

Wer den Hinweis auf die beiden illegal Eingereisten gab, ist noch unklar. Dass es sich um eine Fehde zwischen rivalisierenden Schleuserbanden handelt, ist nicht ausgeschlossen. Die Afghanen stellten nach ihrer Einreise einen Asylantrag.

dh

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