Supermarkt-Räuber legt Geständnis ab

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Der am Samstag festgenommene Supermarkt-Räuber hat ein Geständnis abgelegt.

Köln - Der am Samstag in Lübeck festgenommene Supermarkt-Räuber hat zugegeben, für eine Reihe von Überfällen auf Netto-Märkte verantwortlich zu sein. Er hatte sogar weitere Raub-Pläne für dieses Wochenende.

Bei der Überführung nach Köln habe der 39-Jährige ein umfangreiches und detailliertes Geständnis abgelegt, sagte Polizeidirektor Roland Küpper am Montag in Köln. “Er hatte für dieses Wochenende fünf weitere Überfälle geplant.“ Dafür reiste der Mann offenbar immer aus Kenia an. Sein Komplize soll ein 38 Jahre alter Gebietsverkaufsleiter von Netto gewesen sein. Er wurde ebenfalls festgenommen, hat aber kein Geständnis abgelegt. Beiden wird zur Last gelegt, insgesamt 19 Filialen der Supermarktkette überfallen und dabei mehrere Hunderttausend Euro erbeutet zu haben. In allen Fällen hatte sich der mutmaßliche Räuber als Revisor des Discounters ausgegeben, der die Kasse überprüfen müsse. Dann habe er mit einer Schusswaffe die Angestellten bedroht und sie gefesselt, berichtete die Polizei weiter.

Die Überfälle wurden in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen, Bayern und Sachsen verübt. Auf die Spur kamen die Ermittler dem Duo, das sich seit der Schulzeit kennt, durch die Auswertung von Telefongesprächen aus dem Umkreis der Tatorte. Insgesamt gingen bei der Polizei mehr als 1.000 Hinweise ein.

Der geständige mutmaßliche Haupttäter, der selbst einmal Polizist werden wollte, war in Lübeck gemeldet, lebte den Angaben zufolge aber schon seit Jahren mit seiner Frau in Nairobi, der Hauptstadt Kenias. Wenige Tage vor den Überfällen soll er jeweils nach Deutschland gereist sein. Bei seiner Festnahme beschlagnahmte die Polizei unter anderem eine Gaspistole.

dapd

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