Suizidversuch: Ärzte kämpfen um 13-Jährige

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Der verstorbene 16-jährige Jugendliche hat sich kurz vor seinem Selbstmord noch im sozialen Netzwerk Facebook aufgehalten.

Eslohe - Das 13-jährige Mädchen, dass sich gestern mit Benzin selbst überschüttet und angezündet hat, schwebt weiter in Lebensgefahr. Die Ärzte einer Spezialklinik kämpfen um ihr Leben.

Nach dem gemeinschaftlichen Selbstmordversuch zweier Jugendlicher im sauerländischen Eslohe schwebt die 13-jährige Schülerin weiter in Lebensgefahr. Der Zustand des Mädchen sei immer noch kritisch, sagte am Freitag ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Arnsberg auf dapd-Anfrage. Sie werde in einer Spezialklinik intensivmedizinisch betreut.

Weitere Erkenntnisse zu dem Geschehen vom Dienstag gab die Staatsanwaltschaft nicht bekannt. “Bei Suiziden bestätigen wird den Tatbestand, nennen aber keine Einzelheiten“, sagte ein Behördensprecher. Die beiden Schüler hatten sich mit Benzin übergossen und angezündet. Der 16-jährige Junge starb, das Mädchen wurde lebensgefährlich verletzt und in eine Klinik gebracht. Ein Zeuge sah die Jugendlichen und alarmierte den Rettungsdienst.

Keine Hinweise auf Fremdverschulden

Fremdverschulden liegt laut Staatsanwaltschaft nicht vor. “Es gibt jedenfalls keine anderweitigen Erkenntnisse“, sagte der Sprecher. Ob die beiden Schüler eine Beziehung hatten, war zunächst unklar. Einen Abschiedsbrief habe es nicht gegeben. Nach Polizeiangaben hatten sich die beiden Schüler am Nachmittag auf einem Hügel in einem Wohngebiet getroffen. In einem Unterstand überschütteten sie sich offenbar mit dem Benzin und zündeten sich an.

In der kleinen Gemeinde ist die Bestürzung auch Tage nach der Tat noch groß. “Die Zeit heilt zwar viele Wunden“, sagte Bürgermeister Stephan Kersting (CDU). Doch nach seiner Einschätzung wird es noch einige Zeit dauern, bis die Heilung einsetzt. Schließlich hätten viele die beiden Teenager gekannt. “Es ist bei uns nicht so anonym wie in einer Stadt. Die Vernetzung zum Beispiel durch Vereine ist sehr groß“, sagte Kersting. Auch er selbst habe die beiden Jugendlichen flüchtig gekannt.

Auch über die Hintergründe der Tat will Kersting nicht spekulieren. “Damit beschäftigt sich die Staatsanwaltschaft“, betonte er. Eine offizielle Trauerfeier für den verstorbenen 16-Jährigen plant die Gemeinde derzeit nicht.

Trauer im Internet

Wie das WAZ-Online-Portal “Der Westen“ berichtete, hatte der 16-Jährige noch an seinem Todestag in seinem Profil bei Facebook ein Video des Rappers Flamur verlinkt, sichtbar für seine Freunde. Der Titel: “Der letzte Tag“. Kommentare, die entsetzte Bekannte des Toten nach dessen Tat auf das Profil stellten, das auf Facebook zunächst weiter existierte, deuteten indes darauf hin, dass der 16-Jährige in seinem Umfeld zuvor nicht durchblicken ließ, sich demnächst das Leben nehmen zu wollen. So schrieb einer: “Ich kannte dich nur glücklich und fröhlich. Du warst immer am Lachen, warst immer nett zu einem, man hat dir nie was angesehen.“

dapd

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