Stuttgart-21-Gegner lassen nicht locker

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20.000 Menschen wollen am Montagabend gegen das Milliardenprojekt Stuttgart 21 demonstrieren.

Stuttgart - Die Gegner des umstrittenen Bahnprojekts Stuttgart 21 lassen nicht locker. Am Montag erwarten die Veranstalter 20.000 Menschen zu sogenannten Montagsdemonstration gegen das Milliardenvorhaben.

Nächster Höhepunkt soll dann eine große Protestaktion am 9. Oktober sein. Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus war am Sonntag um sanftere Töne bemüht. Er sei bereit zu Gesprächen, in deren Verlauf auch Änderungen an Stuttgart 21 möglich seien, betont er in einem Gastkommentar für das “Handelsblatt“. “Deshalb setze ich mich dafür ein, dass gemeinsam über Möglichkeiten gesprochen wird, wie Optimierungen, Veränderungen und Verbesserungen erreichbar sind.“

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Landes-Justizminister Ulrich Goll (FDP) warf den Demonstranten Bequemlichkeit vor. Die Menschen seien in zunehmender Zahl sehr unduldsam und wohlstandsverwöhnt, sagte er der “Financial Times Deutschland“ (Montag). Sie würden nicht an die kommende Generation denken, sondern nur daran, dass einem nichts passiert, was einem selbst lästig ist. Das Milliardenprojekt Stuttgart 21 sieht den Umbau des Stuttgarter Kopfbahnhofs in eine unterirdische Durchgangsstation und deren Anbindung an die geplante ICE-Neubaustrecke nach Ulm vor.

Zuletzt hatten am Freitagabend Zehntausende am Hauptbahnhof friedlich protestiert und den Rücktritt von Mappus und Innenminister Heribert Rech (beide CDU) gefordert. Sie gaben ihnen die Schuld für den Gewaltausbruch mit Hunderten verletzten Demonstranten am vergangenen Donnerstag. Bahnchef Rüdiger Grube sorgte am Sonntag mit scharfer Kritik am Widerstand gegen das Projekt für Aufregung. “Ein Widerstandsrecht gegen einen Bahnhofsbau gibt es nicht“, sagte Grube der “Bild am Sonntag“. “Bei uns entscheiden Parlamente, niemand sonst.“

Das Projekt sei demokratisch ausreichend legitimiert. Projektkritiker zeigten sich empört über die Äußerungen Grubes. Gangolf Stocker dachte am Wochenende laut über einen Aufruf zum eintägigen Boykott der Bahn im November oder Dezember nach. Die Initiative Parkschützer wies diesen Vorschlag als wenig sinnvoll zurück.

dpa

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